Acht Tote bei blutigem Überfall auf Nachtclub

Jerez - Bei einem bewaffneten Überfall auf einen Nachtclub sind in der mexikanischen Stadt Jerez acht Menschen getötet worden.

Erst vor einigen Tagen kam es in einer anderen mexikanischen Stadt zu einer schweren bewaffneten Auseinandersetzung, bei der mehrere Menschen, darunter zwei Minderjährige, getötet wurden.
Erst vor einigen Tagen kam es in einer anderen mexikanischen Stadt zu einer schweren bewaffneten Auseinandersetzung, bei der mehrere Menschen, darunter zwei Minderjährige, getötet wurden.  © Felix Marquez/dpa

Nach Angaben der Behörden vom Sonntag eröffneten schwer bewaffnete Männer in der Nacht zum Samstag das Feuer in dem Club "El Venadito" im Bundesstaat Zacatecas im Norden Mexikos.

Sechs Menschen waren demnach sofort tot, zwei erlagen während der medizinischen Erstversorgung ihren Verletzungen. Unter den Opfern waren nach Angaben örtlicher Medien Musiker, Besucher und Beschäftigte des Nachtclubs.

Fünf Menschen mit Schussverletzungen lagen am Sonntag noch im Krankenhaus. Augenzeugen zufolge gerieten die Menschen im Club angesichts des Blutbads in Panik.

Känguru-Morde sorgen für Entsetzen: Mehr als 60 Tiere mit Schrotflinten erschossen
Aus aller Welt Känguru-Morde sorgen für Entsetzen: Mehr als 60 Tiere mit Schrotflinten erschossen

Jerez ist in den vergangenen Jahren mehrfach Schauplatz der Gewalt geworden. Im vergangenen Jahr führte dies zur Vertreibung von hunderten Zivilisten aus umliegenden Dörfern.

Im Bundesstaat Zacatecas streiten sich die beiden mächtigsten Drogenkartelle Mexikos, Sinaloa und Jalisco Nueva Generación, um die Vormachtstellung im Handel mit illegalen Drogen - vor allem für die USA.

Schock und Trauer um die Opfer in den sozialen Netzwerken

Unerbittliche Drogenkriege terrorisieren Mexiko seit Jahrzehnten

In Mexiko tobt seit Jahren ein erbitterter Drogenkrieg zwischen rivalisierenden Kartellen. Seit 2006 wurden dabei mehr als 340.000 Menschen getötet, rund 100.000 Menschen sind verschwunden.

In New York steht derzeit der frühere mexikanische Sicherheitsminister Genaro García Luna (54) vor Gericht, dessen Aufgabe es eigentlich war, Mexikos Anti-Drogen-Kampf anzuführen.

Genaro García Luna (54) habe über zwei Jahrzehnte "diejenigen verraten, die zu beschützen er geschworen hatte".
Genaro García Luna (54) habe über zwei Jahrzehnte "diejenigen verraten, die zu beschützen er geschworen hatte".  © Alfredo Estrella/AFP

Er soll dem berüchtigten Sinaloa-Kartell jedoch geholfen haben, Kokain in die USA zu schmuggeln, und dafür Millionen von Dollar an Bestechungsgeldern erhalten haben.

Titelfoto: Felix Marquez/dpa

Mehr zum Thema Aus aller Welt: