Auto mit Migranten kommt von Fahrbahn ab und überschlägt sich: Ein Mensch stirbt

Athen/Kavala - Bei einem Autounglück in Nordgriechenland ist in der Nacht zum Freitag ein Migrant ums Leben gekommen.

Ein Mensch ist bei dem Unfall ums Leben gekommen, neun weitere wurden teils schwer verletzt. (Symbolbild)
Ein Mensch ist bei dem Unfall ums Leben gekommen, neun weitere wurden teils schwer verletzt. (Symbolbild)  © 123rf/Volodymyr Baleha

Weitere neun Menschen wurden zum Teil schwer verletzt; einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Dies berichtete der staatliche Rundfunk (ERT) am Freitag. 

Ein Auto, in dem zehn Migranten aus Pakistan saßen, geriet demnach nahe der Hafenstadt Kavala von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals. 

Vom Fahrer und dem mutmaßlichen Schleuser fehle jede Spur, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf die Polizei weiter.

Trotz strenger Überwachung der Landesgrenze zwischen Griechenland und der Türkei gelingt es Schleuserbanden immer wieder, Migranten nach Griechenland zu bringen. Die Schleuser versprechen ihnen dann, sie über nicht gut überwachtes Gelände auf der Balkanroute oder auf einer Fähre aus Westgriechenland nach Mitteleuropa zu bringen. 

Diejenigen, denen es gelingt in Deutschland oder anderen EU-Staaten Mitteleuropas anzukommen, können nicht nach Griechenland zurückgeschickt werden, da ihre Fingerabdrücke nicht in der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) hinterlegt sind, weil sie nicht in Griechenland registriert sind.

Seit Jahresbeginn und bis zum 14. Juni sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) gut 2000 Menschen auf dieser Route aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Es gebe aber auch eine fast genauso große Dunkelziffer, die nicht registriert werden konnten, schätzen Polizeioffiziere. 

Weitere 7891 Menschen haben aus der Türkei zu den griechischen Inseln und damit auch in die EU übergesetzt.

Titelfoto: 123rf/Volodymyr Baleha

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