Bringen Murmeltiere die Pest zurück? Mongolei warnt vor Tier-Kontakt

Innere Mongolei - Die aktuelle Corona-Pandemie ist ja schon schlimm genug, nun könnte aber auch noch die Beulenpest zurückkehren. Ausgerechnet süße Murmeltiere könnten den "schwarzen Tod" verbreiten.

Murmeltiere sehen süß aus, können aber die Pest übertragen.
Murmeltiere sehen süß aus, können aber die Pest übertragen.  © Rdonar/123rf

Im 14. Jahrhundert forderte die Pest allein in Europa knapp 25 Millionen Todesopfer und wenn wir Pech haben, verbreitet sich diese Krankheit nun aufs Neue. In der Stadt Bayan Nur in der inneren Mongolei in Nordchina gab es nun einen ersten Verdachtsfall der sogenannten Beulenpest.

Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.net berichtet, haben die Behörden in der autonomen Region nun eine Warnung ausgesprochen: Die Bevölkerung solle keine Tiere jagen oder essen, die Pesterreger übertragen können.

Das heißt, vor allem Murmeltiere, Ratten und andere Kleintiere sollte man dort vorerst von der Speisekarte streichen. Zudem solle man es melden, wenn man kranke oder tote Tiere entdeckt oder noch weitere Pest-Verdachtsfälle auftreten.

Beulenpest auch heutzutage noch gefährlich

Auch wenn der Coronavirus der Welt aktuell in Sachen Krankheit schon genug Sorgen bereitet, ist also nicht auszuschließen, dass noch eine weitere Epidemie ausbricht. Ohnehin gilt die Pest nicht als komplett beseitigt.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich von 2010 bis 2015 weltweit 3248 Menschen mit der Beulenpest infiziert und 584 davon sind letztlich auch daran gestorben. Zuletzt kam es außerdem erst im November 2019 zu mindestens vier Pest-Infizierten in China.

Was genau ist die Pest überhaupt? Bei der sogenannten Beulenpest bekommt man zunächst schwere Grippe-Symptome. Anschließend schwellen die Lymphknoten im Körper an, wodurch man dicke, schwarze Beulen bekommt - daher der Name. 

Übertragen wird sie durch Bakterien, die zum Beispiel durch einen Flohbiss ins Blut geraten können. Deshalb auch die Warnung vor Kontakt mit wilden Tieren. Heutzutage lässt sich die Krankheit mit Antibiotika behandeln, wenn man sie denn rechtzeitig erkennt.

Bis jetzt gilt in der inneren Mongolei nur die dritthöchste von vier Warnstufen. Bleibt also zu hoffen, dass die Beulenpest dort nicht weiter ausbricht und wir vor einer zweiten Pandemie verschont bleiben.

Titelfoto: Rdonar/123rf

Mehr zum Thema Nachrichten aus aller Welt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0