Briten stürmen Strände: "Wenn Cummings die Regeln brechen kann, können wir das auch"

Bournemouth (Großbritannien) - Übt sich das Volk nun in Rache? Nach der Kontroverse um den umstrittenen Chefberater Dominic Cummings (TAG24 berichtete) waren die britischen Strände am Montag so voll wie lange nicht.

Sonnenanbeter in Bournemouth: Nach der Cummings-Affäre scheinen immer mehr Briten die Corona-Regeln gänzlich zu ignorieren.
Sonnenanbeter in Bournemouth: Nach der Cummings-Affäre scheinen immer mehr Briten die Corona-Regeln gänzlich zu ignorieren.  © Twitter Screenshot @emkburke

Tausende strömten trotz der von der Regierung verhängten Sperrmaßnahmen die Küsten und Strände, berichten mehrere englische Medien.

Bei vielerorts günstigen Temperaturen von bis zu 27 Grad Celsius vergnügten sich massenhaft Einheimische mit verschiedenen Aktivitäten in der Sonne.

"Wenn Cummings die Regeln brechen kann, können wir das auch", sagte ein Badegast gegenüber "Mirror".

Der Berater von Premierminister Boris Johnson steht öffentlich in der Kritik, nachdem er kürzlich seine an Covid-19 erkrankte Frau besucht hatte und sich mehrere Stunden lang in ihrer Nähe aufhielt.

Der Strand im südlichen Bournemouth war so überfüllt, dass sich der Stadtrat zu einem Tweet veranlasst sah: "Unsere Parkplätze am Meer sind voll. Bitte überlegen Sie es sich zweimal, bevor Sie den Strand besuchen - es gibt andere, weniger belebte, aber ebenso schöne Freiflächen, die Sie genießen können. Besser wäre es natürlich, wenn Sie zu Hause bleiben würden."

Die Bilder der vielen Sonnenanbeter dürften die Tories und die Regierung unter Boris Johnson noch mehr in Bedrängnis bringen. Denn immer mehr Briten scheinen die im Zuge der Corona-Pandemie verhängten Regeln nicht ernst zu nehmen.

Titelfoto: Twitter Screenshot @emkburke

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