Busfahrer wird hirntot geprügelt, weil er an Maskenpflicht festhält

Bayonne (Frankreich) - Ein 50-jähriger Busfahrer aus Frankreich wurde Opfer einer lebensgefährlichen Prügelattacke. Und das nur, weil er vier Fahrgäste nicht ohne Schutzmasken in seinen Bus lassen wollte.

Auch in Frankreich darf man nicht ohne Maske in Busse einsteigen. (Symbolbild)
Auch in Frankreich darf man nicht ohne Maske in Busse einsteigen. (Symbolbild)  © Artem Konovalov/123RF

Im Südwesten Frankreichs kam es am gestrigen Sonntag, den 5. Juli zu einem furchtbaren Übergriff auf einen Busfahrer.

Der 50-Jährige hatte in der französischen Stadt Bayonne in der Nähe der Grenze zu Spanien vier Fahrgästen den Zutritt zu seinem Bus verwehrt, weil diese ohne Corona-Schutzmaske und ohne gültige Fahrscheine einsteigen wollten.

Daraufhin haben sie den Busfahrer laut Polizeiberichten verprügelt und so heftig am Kopf verletzt, dass er bewusstlos ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Nach diesem Angriff am Sonntagabend wurde der Busfahrer am heutigen Montag, den 6. Juli, inzwischen für hirntot erklärt.

Wie die französische Webseite Ouest-France berichtet, hätten Polizei und Staatsanwaltschaft inzwischen mehr als 30 Personen festgenommen. Genauere Informationen zu den Tätern gibt es aktuell aber noch keine.

Zahlreiche andere Busfahrer haben nun als Reaktion auf diese Attacke ihre Arbeit und damit den Fahrbetrieb in der Gegend eingestellt. Angeblich wollen die Kollegen des 50-Jährigen erst nach seiner Beerdigung wieder in ihre Busse steigen.

In Frankreich gilt genau wie in Deutschland Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. Auch hierzulande haben schon manche Masken-Gegner für Unruhe gesorgt, aber einen Menschen hirntot prügeln, ist da nochmal eine ganz andere Sache.

Titelfoto: Artem Konovalov/123RF

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