Corona-Schutz: Werden einige Bartträger "ans Messer" geliefert?

Bern (Schweiz) - Bartträgern geht es künftig an den Kragen! Bedienstete der Schweizer Parlamentswache müssen künftig nämlich auf das modische Haar-Accessoire verzichten - zumindest teilweise.

Bartträger der Schweizer Polizei haben es künftig schwer. (Symbolbild)
Bartträger der Schweizer Polizei haben es künftig schwer. (Symbolbild)  © 123RF/gstockstudio

Wie die Zeitung Blick berichtet, sollen sich die Bediensteten der Parlamentswache der Schweiz künftig nämlich von ihren Bärten trennen.

Besonders hart trifft dies die Langbart-Träger, denn bald heißt es für sie: stutzen!

Die Bartlänge darf ab dem 1. November nämlich nicht länger als fünf Zentimeter sein.

Grund ist der Schutz vor Corona, genauer gesagt das damit verbundene Maskentragen. Denn ein langer Bart erschwere das korrekte Tragen des Mund-Nase-Schutzes. "Ein langer Bart macht das korrekte Maskentragen ja nicht einfacher", sagt Ständeratspräsident Hans Stöckli.

Demnach sollen alle, die sich gegen das "Bart-Verbot" weigern aus dem schweizerischen Bundeshaus versetzt werden. Zwei Polizisten wurden deswegen schon neu zugeteilt.

"Bart-Verbot" hängt nicht nur mit dem Schutz vor dem Coronavirus zusammen

Doch das "Bart-Verbot" hängt nicht nur mit dem Schutz vor dem Coronavirus zusammen. "Rein sicherheitstechnisch ist ein langer Bart eine Schwachstelle, wenn es beispielsweise zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Angreifer kommt", sagt das Bundesamt für Polizei (Fedpol) und verteidigt die Maßnahme noch aus einem anderen Gesichtspunkt.

Doch wie Blick weiter berichtet, müsste mit dieser Begründung die Bartlänge von maximal fünf Zentimetern für alle Polizisten der Schweiz gelten, was aber nicht der Fall ist. So sei ein gepflegtes Erscheinungsbild der Beamten ausschlaggebend und nicht die Länge der Gesichtsbehaarung.

Auch die Armee der Schweiz hat keine Vorgabe für die Bartlänge ihrer Bediensteten - Einheitlichkeit sieht anders aus.

Politiker stören sich am "Bartverbot"

Einige Schweizer Politiker stören sich an der Vorgabe. So bezieht sich eine Nationalrätin etwa auf die berühmte Statue der "Die drei Eidgenossen" in der Eingangshalle des Schweizer Parlaments, auf denen der Rütlischwur mit drei bärtigen Mannen dargestellt wird. Ein anderer meint, Bartträger würden "ans Messer" geliefert.

Doch allem Traditionsbewusstsein zum Trotz steht doch die Sicherheit aller im Fokus. Denn seit der Beginn der Corona-Pandemie gab es immer wieder Debatten, ob Bartträger ihre Schutzmasken nach den Sicherheitsbestimmungen überhaupt richtig tragen können.

Denn beim Schutz aller sollte auch ein Bart nicht zu wichtig genommen werden.

Titelfoto: 123RF/gstockstudio

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