Damit seine todkranke Oma dabei sein konnte: Enkel verlegt Hochzeit ins Hospiz!

Lincoln - Luke Hinojosa (24) und Abi Morgan (27) aus dem britischen Lincoln wollten im Juni dieses Jahres heiraten. Doch leider kamen auch ihnen die Corona-Pnademie und die damit verbundenen Sperrregeln in die Quere. Die eigentlich auf Mai 2021 verlegte Trauung wurde nun vorverlegt - aus einem herzerwärmenden Grund.

Das glückliche Paar. Alles etwas bescheidener, alles etwas einfacher. Doch ihrer Liebe tat dies keinen Abbruch.
Das glückliche Paar. Alles etwas bescheidener, alles etwas einfacher. Doch ihrer Liebe tat dies keinen Abbruch.  © Screenshot/Facebook Abi Morgan

Abi und Luke sind seit 2014 bereits ein Paar. Die Hochzeit sollte das Band der beiden auf ewig unzertrennbar machen. 

Doch durch die Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen wurde dem glücklichen Paar so manch schwerer Knüppel zwischen die Beine geworfen.

Der neu für Mai 2021 angesetzte Hochzeitstermin war den beiden letztlich mehr oder weniger aufgebrummt worden. Wirklich glücklich waren Abi und Luke damit allerdings nicht.

Der Grund: Bei der Großmutter des Maurers wurde 2017 ein sogenannter Myelom-Krebs festgestellt. Die Ärzte gaben der 72-Jährigen schon damals nicht mehr als vielleicht 12 Monate zu leben.

Doch Oma Vera Roberson trotzt ihrer Krankheit und den Prognosen der Ärzte seither.

Sie ist noch immer am Leben und zog in das St. Barnabas Hospiz im britischen Lincoln ein, wird dort betreut und versorgt.

Damit sie jedoch auch sicher an der Zeremonie ihres Enkels beiwohnen kann, beschloss das Paar, die Hochzeit inklusive Feier direkt ins Hospiz zu verlegen - aus einem ganz bestimmten Grund.

Veras Gesundheitszustand verschlechterte sich, Hochzeits-Planung innerhalb von drei Tagen

Somit konnte sichergestellt werden, dass Vera ihren Enkel auf jeden Fall noch auf dem Weg zum Altar sehen konnte. Eine unglaublich große Geste und ein Zeichen von unheimlicher Wertschätzung.

"Vor meiner Oma zu heiraten, hat mein Jahr wirklich zu einem guten gemacht. Sie war begeistert und liebte jeden Augenblick", so Luke gegenüber dem Mirror.

"Wir hatten zwar einen neuen Termin für nächsten Mai, aber wir wollten nicht riskieren, dass Oma nicht dabei sein kann."

Nachdem er nämlich mit seiner Mutter telefonierte und sie ihm sagte, dass Vera nicht mehr lange hätte, stellten Luke mit seiner Abi innerhalb von nur drei Tagen die Hochzeit auf die Beine. Im Hospiz, auf einer Freifläche, mit Luftballons und Tischen. 

Alles etwas kleiner, alles etwas bescheidener. Die Mitarbeiter des Hospizes beteiligten sich großartig an den Vorbereitungen.

Beide gaben sich dann am vergangenen Freitag im kleinen Kreis das Jawort - und am wichtigsten: vor den Augen von Lukes gerührter Großmutter.

Und Oma Vera wurde dann sogar noch eine ganz große Ehre zuteil: Sie durfte dem Paar die Ringe übergeben. 

Titelfoto: Screenshot/Twitter Daily Mirror

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