Drogenbande schmuggelt Kokain in Brustimplantaten nach Europa

Cali (Kolumbien) - "Los Cirujanos" (dt.: Die Chirurgen): So nennt sich eine Drogenbande aus Kolumbien, die nun beschuldigt wird, Frauen anzuwerben, um flüssiges Kokain in ihren Brustimplantaten nach Europa zu schmuggeln.

In Hotelzimmern und Mietwohnungen wurden die illegalen Operationen durchgeführt. (Symbolbild)
In Hotelzimmern und Mietwohnungen wurden die illegalen Operationen durchgeführt. (Symbolbild)  © 123RF/Hanna Kuprevich

Dies flog nun bei verschiedenen Razzias in den kolumbianischen Städten Cali und Medellin auf, wie die britische Zeitschrift "Daily Star" berichtete.

Dabei wurden sechs Männer und vier Frauen wegen Drogenhandels festgenommen.

Unter ihnen war ein renommierter Arzt des Medellin-Krankenhauses, sowie ein weiterer Spezialist aus einem Krankenhaus in Cali.

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Weitere Mitglieder der Bande werden beschuldigt, sich als Ärzte ausgegeben zu haben, um weibliche Opfer zu rekrutieren – ihnen wurden Arbeitsplätze in Spanien versprochen.

Diese Frauen wurden dann in Hotelzimmern und Mietwohnungen zu illegalen Operationen gezwungen, bei denen ihnen flüssiges Kokain in die Brüste implantiert wurde.

Mit diesen neuen Brüsten, mussten die Kuriere dann nach Europa fliegen, wo ihnen die mit Drogen gefüllten Implantate von Bandenmitgliedern wieder entfernt wurden.

Die Opfer flogen gewöhnlich vom internationalen Flughafen Alfonso Bonilla Aragon in Cali und vom internationalen Flughafen El Dorado Luis Carlos Galan Sarmiento ab.

Momentan sitzen alle Verdächtigen in Gewahrsam. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

Titelfoto: 123RF/Hanna Kuprevich

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