Ehepaar kauft Traumhaus, dann tauchen unliebsame Mitbewohner auf

Groby - Da staunte ein Ehepaar nicht schlecht, als es in sein neues Zuhause im englischen Groby in der Grafschaft Leicestershire zog: Denn dort lebten bereits andere Bewohner!

Bienen machen es sich immer wieder an oder in Häusern "gemütlich". (Symbolbild)
Bienen machen es sich immer wieder an oder in Häusern "gemütlich". (Symbolbild)  © 123rf.com/Settapong Dee Ud

Aber nicht nur zwei oder drei. Sondern sage und schreibe 160.000 Bienen entdeckten sie in ihrem Schornstein!

Genau genommen wurde das gigantische Bienenvolk zuerst vom Imker Peter Clarke gefunden, der von der neuen Hausbesitzerin zur Untersuchung herangezogen wurde, nachdem sie "Tausende tote Insekten auf dem Grundstück" gefunden hatte, berichtet "Leicester Mercury".

"Davon wussten die Käufer nichts, als sie das Haus im Oktober erwarben", sagte Clarke. 

Als er die wahre Größe des Schwarms realisierte, erkannte er auch das Ausmaß des Problems. Über die Menge sei er zunächst schockiert gewesen.

Weil der Vorbesitzer des Hauses den Kamin zugemauert hatte, saß der Schwarm in der Falle, etliche Tiere starben.

Bei der "Befreiungsaktion" wurden die Honigbienen von Peter Clarke vorsichtig mit einer Art Staubsauger vom Mauerwerk entfernt. Er sagte, er sei dabei hunderte Male gestochen worden. Teilweise musste er den Schornstein auch zerlegen. Wichtig dabei: Damit das Volk überlebt, muss die Königin am Leben bleiben. 

Noch immer stecken Tausende Tiere im Schornstein. Doch es hat ein Wettlauf gegen die Zeit begonnen, um möglichst viele von ihnen zu retten. Und das ist gar nicht so einfach.

Im Video seht Ihr das gigantische Bienenvolk:

Der Imker fand Waben, Larven und Eier der Bienen. (Symbolbild)
Der Imker fand Waben, Larven und Eier der Bienen. (Symbolbild)  © 123rf.com/Mongkhol Phimwongnok

Denn die Wabenkolonie reicht vom Kamin bis zur Spitze des Schornsteins. Das sind in diesem Fall ganze 4,50 Meter!

Bisher habe Clarke etwa 54.000 Bienen gerettet - mit seiner eigenen speziellen Vakuummaschine. 

Damit der Bienenstock funktionstüchtig bleibt, muss er bald die Königin bergen. 

"Es bricht mir das Herz, wenn ich auch nur einen von ihnen töte, deshalb bin ich immer sehr vorsichtig", sagte der Tierfreund.

Und weiter: "Ich mache das seit sieben Jahren und habe so etwas noch nie gesehen."

Vor ihm liegt noch viel Arbeit. "Ich erwarte insgesamt mehr als 160.000 Bienen."

Sowohl die geretteten Tiere als auch die Waben will er zu einer Farm nach Market Bosworth bringen. Er hofft, dass sie dann dort inmitten von Wildblumenwiesen ein schönes und vor allem auch geschütztes Leben führen werden.

Titelfoto: 123rf.com/Settapong Dee Ud

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