Enorme Schneemengen in der Schweiz: Lawinen und unzählige Einsätze

Bern (Schweiz) - Große Mengen an Neuschnee haben in der Schweiz zu Lawinen und Verkehrsbehinderungen geführt. In Engelberg im Kanton Obwalden dauerte die Suche nach möglichen Verschütteten nach einem Lawinenabgang außerhalb der markierten Piste am Samstagnachmittag noch an, wie die Polizei mitteilte.

Ein einzelner verstreuter Wintersportler ist unterwegs. An vielen Hängen herrschte Lawinengefahr.
Ein einzelner verstreuter Wintersportler ist unterwegs. An vielen Hängen herrschte Lawinengefahr.  © Gaetan Bally/KEYSTONE/dpa

Zuerst hatte die Zeitung "20 Minuten" auf ihrer Homepage davon berichtet.

In Adelboden im Kanton Bern soll es laut "20 Minuten" ebenfalls Lawinenabgänge mit mindestens einer vermissten Person gegeben haben.

In Verbier im Kanton Wallis kam es demnach auch zu mehreren Lawinenabgängen außerhalb der Piste. Unter den Schneemassen wurde aber niemand vermutet.

Seit Mitte der Woche fiel so viel Schnee, wie ansonsten in der Schweiz nur alle 20 Jahre gemessen wurde. In den Alpen waren es ein bis zwei Meter.

Der massive Schneefall der vergangenen Tage legte zuletzt auch den öffentlichen Verkehr in Zürich lahm. Straßenbahnen und Busse kamen im Stadtgebiet nicht mehr oder nur auf Teilstrecken weiter.

Bäume stürzten auf Autos, Straßen und Stromleitungen

Polizei und Feuerwehr mussten zu Hunderten Einsätzen ausrücken, weil Bäume auf Straßen, Autos und Stromleitungen gestürzt waren. Lastwagen blieben zum Teil im Schnee stecken. Das Wetter führte zu Störungen im Bahnverkehr des Landes. Die Post konnte in einigen Ortschaften keine Briefe mehr zustellen.

Der Wetterdienst Meteonews warnte, dass in den Bergen in der Nacht zum Sonntag erneut bis zu 50 Zentimeter Schnee fallen könnten. Das könnte dem Wetterdienst zufolge zu einer weiteren Lawinengefahr in den Alpen führen.

Titelfoto: Gaetan Bally/KEYSTONE/dpa

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