Entführte Mia wieder da: Achtjährige in der Schweiz gefunden!

Paris - Die nahe der deutschen Grenze entführte achtjährige Mia ist zusammen mit ihrer Mutter in der frankophonen Schweiz gefunden worden.

Das Bild zeigt die Gesamtansicht der ehemaligen Reuge-Fabrik, in der das achtjährige entführte französische Mädchen zusammen mit ihrer Mutter gefunden wurde.
Das Bild zeigt die Gesamtansicht der ehemaligen Reuge-Fabrik, in der das achtjährige entführte französische Mädchen zusammen mit ihrer Mutter gefunden wurde.  © Christian Brun/KEYSTONE/dpa

Man habe sie in einem besetzten Haus in der Gemeinde Sainte-Croix im Kanton Waadt entdeckt, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Sonntag unter Berufung auf den Staatsanwalt von Nancy, François Pérain.

Demnach hatten an der Suche und den Ermittlungen rund 200 Sicherheitskräfte mitgewirkt.

Das Mädchen war am Dienstag von drei Männern in den Vogesen im Dorf Poulières entführt worden, wo es sich bei seiner Großmutter aufgehalten hatte.

Die Mutter des Mädchens, die das Kind nicht mehr alleine sehen durfte, soll die Entführung in Auftrag gegeben haben.

Verdächtige nicht vorbestraft

Die nahe der deutschen Grenze entführte achtjährige Mia ist zusammen mit ihrer Mutter in der frankophonen Schweiz gefunden worden.
Die nahe der deutschen Grenze entführte achtjährige Mia ist zusammen mit ihrer Mutter in der frankophonen Schweiz gefunden worden.  © Christian Brun/KEYSTONE/dpa

Das Mädchen sei bei guter Gesundheit und könne wieder zu seiner Großmutter zurückkehren, zitierte AFP den Staatsanwalt weiter.

Die 28-jährige Mutter sei von den Schweizer Behörden in Gewahrsam genommen worden. Auf Schweizer Seite sei auch eine weitere Person festgenommen worden.

In dem Fall wurden in Frankreich seit Dienstag fünf Verdächtige in Polizeigewahrsam genommen, drei davon sollen sich gegenüber der Großmutter als Beamte des Jugendamts ausgegeben haben, die beiden anderen sollen bei der Vorbereitung und Übergabe mitgewirkt haben.

Behörden zufolge hatte die Mutter "am Rande der Gesellschaft" leben wollen und nicht gewollt, dass sich jemand in ihr Leben oder das ihrer Tochter einmische.

Den Ermittlern zufolge sind die Verdächtigen nicht vorbestraft, aber bereits im Visier der Anti-Terrorstaatsanwaltschaft gewesen. Im Haus eines Mannes seien Materialien entdeckt worden, mit denen wahrscheinlich Sprengstoff hergestellt werden könne.

Die Männer sollen Medienberichten zufolge der Bewegung der Survivalists oder Prepper nahestehen.

Titelfoto: Christian Brun/KEYSTONE/dpa

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