Er war schuld am Tod Tausender Gefangener: Ehemaliger Folterchef ist tot

Phnom Penh (Kambodscha) - Der einstige Folterchef der menschenverachtenden Roten Khmer in Kambodscha, Kaing Guek Eav alias Duch, ist tot.

Kaing Guek Eav alias Duch, ehemaliger Gefängnischef der Roten Khmer, ist am Mittwoch gestorben.
Kaing Guek Eav alias Duch, ehemaliger Gefängnischef der Roten Khmer, ist am Mittwoch gestorben.  © Mak Remissa/Pool European Pressphoto Agency/AP/dpa

Er starb am Mittwoch im Alter von 77 Jahren in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Phnom Penh, wie der Sprecher des Rote-Khmer-Tribunals, Neth Peaktra, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die genaue Todesursache war zunächst nicht bekannt.

Duch war 2010 als erster der ranghohen Vertreter des ultrakommunistischen Regimes wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt worden. 

Nachdem das Tribunal eine Berufung abgelehnt hatte, erhielt er 2012 eine lebenslange Haftstrafe. Als Leiter des Gefängnisses S-21 war er für Folter und Tod Tausender Gefangener verantwortlich.


In dem als Tuol Sleng bekannten Gefängnis, in dem sich heute ein Genozid-Museum befindet, wurden von 1975 bis 1979 mehr als 12.000 Menschen festgehalten.

Titelfoto: Mak Remissa/Pool European Pressphoto Agency/AP/dpa

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