Erneut tödliches Bootsunglück auf beliebtem See: Waren Urlauber zu schnell?

Von Johannes Neudecker

Como (Italien) - Knapp eine Woche nach dem tödlichen Bootsunfall auf dem Gardasee ist es auch auf dem norditalienischen Comer See zu einem Unglück mit einem Todesopfer gekommen.

Dieses Motorboot ist mit einem anderen zusammengeprallt.
Dieses Motorboot ist mit einem anderen zusammengeprallt.  © Vigilii Del Fuoco/dpa

Die Feuerwehr bestätigte den Unfall am Freitagabend in der Kommune Lenno am Westufer des bei Urlaubern beliebten Sees. Dort seien zwei Motorboote zusammengeprallt.

Ein 22 Jahre alter Italiener sei dabei ums Leben gekommen, zwei weitere wurden verletzt, hieß es von der zuständigen Polizei in der Provinz Como am Samstag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Ermittler untersuchen den Fall nach Angaben der Polizei derzeit noch. Eine abschließende Unglücksursache gebe es noch nicht.

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Italienische Medien berichteten, in dem anderen Boot hätten sich rund zehn Touristen aus Belgien befunden. Es stehe der Verdacht im Raum, dass sie zu schnell gefahren seien. Der Tote und seine verletzten Freunde stammten aus der Region am Comer See.

Vor rund einer Woche verloren eine Italienerin und ihr Freund am Gardasee in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei einem Bootsunglück ihr Leben.

Ein Motorboot, besetzt mit zwei 52 Jahre alten Männern aus München, stieß Ermittlungen zufolge mit dem Boot der beiden Ortsansässigen zusammen. Gegen die Deutschen wird wegen Totschlags und unterlassener Hilfeleistung ermittelt, weil sie nach der Kollision nicht zum Helfen angehalten haben sollen.

Titelfoto: Vigilii Del Fuoco/dpa

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