"Existierte nur noch als Hülle": Surf-Star wurde zwei Monate gefangen gehalten und vergewaltigt

Australien - Für Profi-Surferin Carmen Greentree (37) sollte es der Urlaub ihres Lebens werden. Doch am Ende durchlebte sie die Hölle auf Erden!

Ihr Martyrium konnte Carmen Greentree (37) inzwischen verarbeiten.
Ihr Martyrium konnte Carmen Greentree (37) inzwischen verarbeiten.  © instagram.com/iamcarmengreentree/

Nachdem sie 2004 die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Surfen verpasst hatte, beschloss die damals 22-Jährige, sich eine Auszeit zu nehmen.

Eine Reise zum Dalai Lama sollte der ambitionierten Sportlerin helfen, sich neu zu fokussieren.

Was sie aber stattdessen erwartete, klingt nach einem absoluten Albtraum:

Bereits kurz nach ihrer Ankunft in Neu-Delhi wurde Greentree von einem falschen Tourismusbüro über den Tisch gezogen, die ihr einen falschen Flug aufschwatzten.

Am Flughafen wurde sie dann von Rafiq Ahmad Dundoo empfangen, der ihr erklärte, für Frauen sei es alleine zu gefährlich und lud sie über Nacht auf sein Hausboot ein.

Dort angekommen, begann die Tortur. Dundoo soll daraufhin versucht haben, die Profi-Surferin jede Nacht zu vergewaltigen. 

Irgendwann gab sie nach: "Das schlimmste Gefühl war, als ich mich ergab und er sich nehmen konnte, was er wollte", erklärte Greentree der DailyMail.

Carmen Greentree wurde zwei Monate mehrmals am Tag vergewaltig

Mit ihrem Buch will sie anderen Betroffenen Mut machen.
Mit ihrem Buch will sie anderen Betroffenen Mut machen.  © instagram.com/iamcarmengreentree/

Ihr sei die Kraft ausgegangen, sich gegen ihn zu wehren: "Ich weiß nicht mehr, wie oft er mich vergewaltigte. Ich erinnere mich nicht einmal mehr an viele der Übergriffe, ich habe versucht, zu vergessen. Ich war komplett gebrochen, existierte nur noch als Hülle."

Obwohl auf dem gleichen Boot auch die Eltern von Dundoo, zwei Brüder, eine Frau und ihr Baby lebten, griff niemand ein.

"Vermutlich wussten sie, dass ich vergewaltigt werde, aber das spielte keine Rolle. Frauen wurden als Besitz angesehen", ist die heute 37-Jährige sich sicher. Ihr Bankkonto und ihre Dokumente hatte der Inder laut ihrer Aussage da schon längst an sich gerissen.

Glücklicherweise informierte eine Freundin von Greentree aus Sorge die örtlichen Behörden. Als ihr Peiniger sie dann dazu gezwungen haben soll, ihre Eltern zu kontaktieren, wurde ihr Aufenthaltsort bekannt und sie konnte nach zwei Monaten befreit werden.

Trotz der traumatischen Erlebnisse sah die Australierin am Ende davon ab, den Täter zu verklagen: "Ich war zu traumatisiert, um für den Prozess wieder nach Indien zu reisen und auszusagen."

Inzwischen hat sie die grausamen Erinnerungen in einem Buch niedergeschrieben, mit dem sie anderen Betroffenen helfen möchte.

Titelfoto: instagram.com/iamcarmengreentree/

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