Frau fällt wegen Ratten-Urin ins Koma

Thisted (Dänemark) - Ende Juli stürzte Jette Bach (55) im strömenden Regen und schürfte sich das Knie auf. Kurz darauf liegt sie im Sterben.

Bakterien aus dem Urin von Ratten hätten Jette Bach beinahe das Leben gekostet. (Symbolbild)
Bakterien aus dem Urin von Ratten hätten Jette Bach beinahe das Leben gekostet. (Symbolbild)  © 123rf/chiraphat

Im dänischen Thisted regnete es zu der Zeit so stark, dass das Wasser nicht mehr abfließen konnte und die Abwasserschächte überliefen.

Als Bach bei einem Spaziergang vom Bürgersteig fiel und sich eine Verletzung am Bein zuzog, dachte sie sich zunächst nicht fiel dabei.

Nach wenigen Tagen war von der Wunde kaum noch etwas zu sehen. Trotzdem verschlechterte sich der Gesundheitszustand der 50-Jährigen rapide, berichtet die Bild und beruft sich dabei auf das dänische Ekstra Bladet.

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Nachdem sie Kopf- und Gliederschmerzen bekommen hatte, rief ihr Lebensgefährte Lars Hansen den Notarzt.

Im Krankenhaus kam dann der nächste Schock: Jettes Herz hörte plötzlich auf zu schlagen!

Die Dänin musste wiederbelebt werden, kam auf die Intensivstation und wurde in ein künstliches Koma versetzt.

Ihre Angehörigen stellten sich zu dem Zeitpunkt schon darauf ein, sich bald für immer von Bach verabschieden zu müssen.

Durch Wunde am Knie konnten Bakterien aus Ratten-Urin eindringen

Die Ärzte standen dagegen vor einem Rätsel: Welche Krankheit setzte der 50-Jährigen so zu? Trotz zahlreicher Blutproben fand sich keine Ursache.

Zusammen mit Hansen rekonstruierten die Mediziner Schritt für Schritt die Geschehnisse vor dem Zusammenbruch seiner Lebensgefährtin.

Dabei erwähnte er auch den Sturz im Regen. Plötzlich rief ein Arzt: "Wir haben es. Ratten-Urin!" Tatsächlich waren die Ausscheidungen der Nager der Übeltäter. Bei ihrem Sturz fiel Jette Bach in dreckiges Wasser.

Durch die Wunde an ihrem Knie konnten Bakterien in ihren Körper gelangen und Leptospirose auslösen. Diese kann zu Kopf- und Muskelschmerzen, aber auch Blutungen in der Lunge oder Meningitis führen.

In 90 Prozent der Fälle verläuft diese symptomfrei, zehn Prozent erkranken schwer bis hin zum Organversagen.

Nach Verabreichung der richtigen Antibiotika hat sich der Zustand der Dänin gebessert. Mittlerweile kann sie eine Reha machen und sich ihren Weg zurück ins Leben bahnen.

Titelfoto: 123rf/chiraphat

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