Frau sägt sich Hand ab, um Versicherung zu kassieren, doch die Aktion geht komplett schief!

Ljubljana (Slowenien) - Eine Frau (22) wollte sich ihre Hand absägen, um die Versicherungsprämie in Höhe von rund 380.000 Euro zu kassieren. Kurzzeitig sah es so aus, als ob sie Erfolg hätte. Doch der Schein trog, das Körperteil konnte gerettet werden. Und es kam noch schlimmer für die Frau...

An einer Kreissäge trennte sich die Frau ihre Hand ab. (Symbolbild)
An einer Kreissäge trennte sich die Frau ihre Hand ab. (Symbolbild)  © 123RF/Maciej Błędowski

Wie Eyewitness News berichtete, flog der Plan der 22-Jährigen nämlich auf. Sie wurde am gestrigen Freitag vom Bezirksgericht Ljubljana wegen Versicherungsbetrugs zu zwei Jahren Haft verurteilt. Ihr Partner (30), der sie auf die Idee brachte, muss nun sogar drei Jahre im Gefängnis einsitzen.

Vorausgegangen waren umfangreiche Ermittlungen der Versicherung und der slowenischen Polizei, nachdem sich die die damals 21-jährige Frau Anfang des letzten Jahres die Hand entfernte. 

Angeblich soll es sich um ein Unglück an einer Kreissäge gehandelt haben. Die junge Frau trennte demnach ihr Körperteil genau am Handgelenk ab.

Sie wurde daraufhin von ihrem Begleiter in ein Krankenhaus gebracht. Die verlorene Hand ließen die beiden bewusst am "Unfallort" zurück, berichtete TAG24 im März 2019.

Doch sie machten ihren Plan ohne die Behörden: Denn von Ärzten alarmierte Polizisten eilten zu dem Haus, suchten die Hand und brachten sie in das Krankenhaus der slowenischen Hauptstadt, in dem die damals 21-Jährige behandelt wurde. 

Die Ärzte konnten die Hand, bei der nicht bekannt ist, ob es sich um die linke oder rechte handelte, daraufhin noch annähen.

Versicherungsprämie weit über Durchschnittseinkommen

Ärzte konnten die Hand der Frau retten und annähen. (Symbolbild)
Ärzte konnten die Hand der Frau retten und annähen. (Symbolbild)  © 123RF/Robert Avgustin

Die Frau hoffte auf eine einmalige Zahlung von 380.000 Euro sowie 3000 Euro monatlich.

Hätte die junge Dame ihre Hand wirklich auf Lebenszeit verloren, würde sie dreimal mehr Geld zur Verfügung haben, als das durchschnittliche Einkommen (1000 Euro) in dem europäischen Land beträgt.

Laut Eyewitness News schloss die 22-Jährige insgesamt fünf Unfall- und Lebensversicherungen ab, kurz bevor es zu dem "Unfall" kam.

Nun hat die waghalsige Frau jedoch kein Geld bekommen, eine angenähte Hand und viel Zeit, um im Knast über ihre Tat nachzudenken.

Titelfoto: 123RF/Maciej Błędowski

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