Frau sammelt Geld für Brustverkleinerung: Diese schäbigen Nachrichten erhält sie von Männern

Lincolnshire (England) - Phoebe Rodgers (24) leidet seit Jahren unter ihrem viel zu großen Busen. Nun will sie die Brüste endlich bei einer aufwendigen OP verkleinern lassen, braucht aber Geld dazu. Auf GoFundMe sammelt sie nun Spenden. Doch das ist gar nicht so einfach.

Die 24-Jährige will ihre Brüste verkleinern lassen.
Die 24-Jährige will ihre Brüste verkleinern lassen.  © Screenshot/GoFundMe/Breast Reduction/Phoebe Rodgers

Insgesamt 4000 Pfund (umgerechnet rund 4600 Euro) kostet der Eingriff - eine hohe Summe für die erst 24-Jährige. Dass sie auf GoFundMe eine Spendenseite angelegt hat, war für Phoebe keine leichte Sache.

"Ich fühle mich schlecht, weil ich aus diesem Grund eine GoFundMe-Seite erstellt habe, aber ich habe das Gefühl, dass mir keine andere Möglichkeit geblieben ist, als auf diese Weise um Hilfe zu bitten", schreibt sie.

Während andere große Brüste als Segen empfinden, fühlt es sich für die junge Frau einfach nur schrecklich an. Sie leidet stark unter den Problemen, die ein großer Vorbau mit sich bringt.

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"Wegen des extremen Gewichts meiner Brüste habe ich ständig Schmerzen und Beschwerden im Rücken. Ich bekomme wunde Stellen unter der Brust, die manchmal sogar bluten."

Phoebe leidet aber nicht nur körperlich - auch seelisch belastet sie ihr überdurchschnittlich großer Busen.

"Von klein auf wurde ich wegen der Größe meiner Brüste gemobbt, wurde beschimpft und schämte mich. An der Universität wurde ich in Clubs und Bars sexuell belästigt und betatscht", schildert die 24-Jährige.

Ärzte rieten ihr meist, dass sie abnehmen solle. Doch gebracht haben ihr diese Ratschläge gar nichts. Stattdessen habe die Gewichtsreduktion "überschüssige Haut an den Brüsten" zur Folge. Bilder auf GoFundMe zeigen das Ausmaß.

Typen wollen nur spenden, wenn sie ein Oben-Ohne-Bild bekommen

Phoebe Rodgers leidet unter ihren großen und ungleichmäßigen Brüsten.
Phoebe Rodgers leidet unter ihren großen und ungleichmäßigen Brüsten.  © Screenshot/GoFundMe/Breast Reduction/Phoebe Rodgers

Eine Brustverkleinerung soll nun Abhilfe schaffen.

Viele Menschen haben bereits für das große Vorhaben gespendet. Einige - vor allem Männer - wollen jedoch nur Geld geben, wenn Phoebe eine Gegenleistung erbringt, berichtet der Daily Star.

"Ich bekomm jeden Tag Nachrichten von Typen, die sagen: 'Deine Ti**en sind unglaublich.' Das Schlimmste ist aber, wenn man Mitteilungen von Leuten bekommt, die sagen: 'Ich spende für deine GoFundMe-Seite, wenn du mir ein Bild von deinen Ti**en schickst.' Das passiert ständig."

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Immerhin sind bisher über 500 Pfund (umgerechnet rund 579 Euro) zusammengekommen. Das Ziel von umgerechnet 4600 Euro ist damit aber noch lange nicht erreicht.

Phoebe will die Hoffnung aber nicht aufgeben und hat sich bereits eine Klinik in Polen ausgeguckt. Ob die OP noch in diesem Jahr stattfinden kann, hänge von der Entwicklung der Pandemie ab, wie die Britin schreibt.

"Ich bin ein wenig enttäuscht, da ich gehofft hatte, die Operation bis Weihnachten 2021 durchführen zu können, aber das sieht weniger wahrscheinlich aus. Aber mehr Zeit zu haben bedeutet, dass ich noch mehr recherchieren kann, weiterhin ein paar Groschen zusammenbekomme und Pläne für meine Reise nach Polen zu schmieden."

Titelfoto: Screenshot/GoFundMe/Breast Reduction/Phoebe Rodgers

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