Ganze Millionen-Metropole im Lockdown, weil eine Familie Corona hat

Auckland (Neuseeland) - Mehr als 1,6 Millionen Menschen müssen jetzt zu Hause bleiben, weil es drei (!) neue Corona-Fälle gibt.

Vor dem Hintergrund dreier neuer Corona-Fälle sieht sich Premierministerin Jacinda Ardern (40) zu neuen Maßnahmen verpflichtet.
Vor dem Hintergrund dreier neuer Corona-Fälle sieht sich Premierministerin Jacinda Ardern (40) zu neuen Maßnahmen verpflichtet.  © Montage: dpa/ZUMA Wire/Niaid-Rml, dpa/XinHua/Guo Lei

Ein Paar aus der neuseeländischen Großstadt Auckland und ihre gemeinsame Tochter infizierten sich zum Ende der vergangenen Woche mit dem Coronavirus. Die Frau und das Kind erhielten am Wochenende den Bescheid über eine Infektion mit der britischen Variante. Der Mann trägt wohl ersten Erkenntnissen zufolge die normale Variante des Coronavirus in sich.

Die drei gelten als erste Betroffene, die sich bei anderen Corona-Patienten im Land angesteckt haben sollen. Und das, obwohl die Millionenstadt seit Ende Januar als Corona-frei galt.

Premierministerin Jacinda Ardern (40) zögerte deshalb nicht lange und verhängte noch am Sonntag einen Lockdown für die mehr als 1,6 Millionen Einwohner der neuseeländischen Hauptstadt. Für mindestens drei Tage haben nun ab dem heutigen Montag nur noch Supermärkte und Apotheken offen. Die Wirtschaft ist zu einem erheblichen Teil heruntergefahren. Kinder sollen zu Hause bleiben, außer beide Eltern arbeiten trotz des Total-Lockdowns weiter.

Noch am Montag wollen die Minister über die Fortführung der Maßnahmen beraten.

Airline "Air New Zealand" streicht Verpflegung in den nächsten Tagen

Weil die Infizierte bei "LSG Sky Chefs" arbeitet, gibt es vorerst keine Speisen und Getränke auf "Air New Zealand"-Inlandsflügen.
Weil die Infizierte bei "LSG Sky Chefs" arbeitet, gibt es vorerst keine Speisen und Getränke auf "Air New Zealand"-Inlandsflügen.  © dpa/Daniel Reinhardt

Laut den australischen ABC News arbeitet die betroffene Frau bei einem Tochterunternehmen der deutschen Lufthansa. Bei "LSG Sky Chefs" reinigt sie hauptsächlich die Uniformen der Piloten und Flugbegleiter. Im Moment gilt als wahrscheinlich, dass sie sich so die Erkrankung bei Kollegen oder durch eine kontaminierte Uniform eingefangen haben könnte.

Zehn Kontaktpersonen mussten zumindest kurzzeitig in Quarantäne gehen. Sechs der engen Kontakte konnten jedoch bereits ein negatives Testergebnis vorlegen. Die Ergebnisse der vier restlichen Tests stehen noch aus.

Da die Mutter bei dem Airline-Caterer arbeitet, der auch Mahlzeiten für Inlandsflüge von Air New Zealand zubereitet, werden als Vorsichtsmaßnahme auf diesen Flügen in den nächsten Tagen keine Speisen und Getränke serviert, berichtete ABC News weiter.

Am heutigen Montag wurden keine neuen Infektionen in Auckland festgestellt, teilte das Gesundheitsministerium von Neuseeland mit. Im restlichen Land wurden sechs neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Die 7-Tages-Inzidenz beträgt aktuell 0,3.

Titelfoto: Montage: dpa/ZUMA Wire/Niaid-Rml, dpa/XinHua/Guo Lei

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