Gewalt nimmt kein Ende: US-Marshal in Las Vegas angeschossen

Las Vegas - In den Vereinigten Staaten nimmt die Protestwelle gegen Polizeigewalt und Rassismus kein Ende. Nun scheint eine weitere Stufe der Eskalation erreicht zu sein.

Die Polizei hält Wache während einer Demonstration vor dem Trump Tower in Las Vegas.
Die Polizei hält Wache während einer Demonstration vor dem Trump Tower in Las Vegas.  © John Locher/AP/dpa

Mehrere US-Medien berichten, dass in Las Vegas einem Marshal von hinten in den Kopf geschossen worden sein soll.

Der Beamte wurde am Montagabend etwa gegen 23.30 Uhr (Ortszeit) vor dem Circus Hotel & Casino angeschossen, als eine Demonstration anlässlich des Todes des Afroamerikaners George Floyd (†46) abgehalten wurde.

Der Bezirkspolizeichef befindet sich nun in einem örtlichen Krankenhaus. 

Auf Twitter behaupten einige Nutzer, der Beamte sei gestorben. Dies kann jedoch nicht bestätigt werden.

Auch vor dem Bundesgericht der Stadt soll sich eine Gewalttat ereignet haben: Ein Demonstrant, der angeblich mehrere Waffen mit sich trug, soll angeschossen worden sein, berichtet Daily Star.

Während die Demonstrationen in vielen Städten der USA friedlich ablaufen, kommt es in einigen Gegenden zu brutalen Auseinandersetzungen zwischen Polizeikräften und Protestlern.

Neben dem angeschossenen Marshal sollen in anderen Gegenden ebenfalls Beamte in Krankenhäusern liegen, da sie etwa von Demonstranten angefahren wurden oder Tränengas abbekommen haben. Auch unter den Zivilisten selbst kommt es teilweise zu einer Eskalation der Gewalt.

Steve Sisolak, der Gouverneur von Nevada, äußerte auf Twitter, die Situation unter Kontrolle zu haben. US-Präsident Donald Trump warf er vor, Land und Gesellschaft spalten zu wollen.

Titelfoto: John Locher/AP/dpa

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