Gewalttat in Norwegen: Auch eine Deutsche unter den Opfern!

Kongsberg (Norwegen) - Am Mittwoch kam es zu einem tödlichen Angriff im norwegischen Kongsberg. Ein Mann schoss mit Pfeil und Bogen um sich und tötete fünf Menschen. Nun wurde bekannt: Bei einem der Opfer handelt es sich um eine Deutsche!

Fünf Menschen kamen bei dem Attentat in Gongsberg ums Leben, offenbar auch eine Deutsche. Die Ermittlungen dauern noch an.
Fünf Menschen kamen bei dem Attentat in Gongsberg ums Leben, offenbar auch eine Deutsche. Die Ermittlungen dauern noch an.  © Terje Pedersen/NTB/dpa

Laut einem Bericht von "t-online" hat ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigt, dass es sich bei einer der fünf verstorbenen Personen um eine Frau aus Deutschland handelt.

Auch die Deutschen Presse-Agentur (dpa) meldete am Samstagabend, dass diese Information korrekt sei. "Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Opfern eine seit längerem in Norwegen lebende deutsche Staatsangehörige ist", so der Sprecher des Auswärtigen Amts gegenüber der dpa.

Norwegische Medien hatten bereits vorab gemeldet, dass es sich angeblich um eine 52-Jährige aus Norddeutschland handeln würde. Dies wollte das Auswärtige Amt allerdings vorerst noch nicht kommentieren.

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Die norwegische Polizei hatte zuvor schon das Alter und die Namen der Toten bekannt gegeben, die anderen vier Opfer waren demnach zwischen 56 und 78 Jahre alt.

Gab es ein islamistisches Motiv für den tödlichen Angriff in Kongsberg?

Nach der Gewalttat wird in Norwegen der Opfer gedacht.
Nach der Gewalttat wird in Norwegen der Opfer gedacht.  © Terje Bendiksby/NTB/dpa

Bei der Bluttat hatte ein 37 Jahre alter Däne am vergangenen Mittwochabend in der Innenstadt von Kongsberg offenbar willkürlich auf Menschen geschossen - und zwar unter anderem mit Pfeil und Bogen.

Neben den fünf Toten gab es auch noch drei Verletzte. Die Polizei konnte den Angreifer schnell schnappen und festnehmen.

Nachträglich stellte sich heraus, dass der Mann schon lange von den Behörden beobachtet worden war. Bereits 2017 hatte der 37-Jährige ein Video veröffentlicht, in dem er den Anschlag angekündigt und sich selbst als Muslim und als "Boten" bezeichnet hatte.

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Mittlerweile haben die Ermittler aber herausgefunden, dass der Däne wohl nicht allzu viel mit dem Islam zu tun hatte. Deshalb gibt es Zweifel an dem möglichen islamistischen Motiv für die Tat. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Ein Gericht hat für den Angreifer am Freitag vier Wochen Untersuchungshaft angeordnet, davon muss er die ersten beiden in Isolation verbringen. Sein Gesundheitszustand erlaubt aber offenbar noch keine Vernehmung, deshalb sitzt er auch nicht in einem Gefängnis, sondern in einer geschlossen medizinischen Einrichtung.

Titelfoto: Terje Pedersen/NTB/dpa

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