33 Strafzettel in drei Monaten! Raserin muss fette Geldstrafe zahlen

Cardiff - Sich zu jeder Zeit und am jeden Ort strickt ans Tempolimit zu halten, ist wohl etwas, das vielen Autofahrern schwerfällt. Eine Britin entschied sich offensichtlich, den Geschwindigkeitsbegrenzungen einfach generell keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken. Innerhalb weniger Monate sammelte sie 33 Strafzettel, die ihr nun teuer zu stehen kommen.

Die Waliserin Ann Marie Cash hielt sich im Spätsommer 2021 so gut wie nie ans Tempolimit. (Symbolfoto)
Die Waliserin Ann Marie Cash hielt sich im Spätsommer 2021 so gut wie nie ans Tempolimit. (Symbolfoto)  © 123RF/vershininphoto

Zwischen August und Oktober vergangenen Jahres wurde die Fahrerin eines Nissan X Trails von der Polizei in Südwales dabei erfasst, wie sie insgesamt 33 Mal gegen das Tempolimit verstieß. Das berichtete die britische News-Plattform Dailymail.

Nun muss Ann Marie Cash, so der Name der notorischen Raserin, tief in die Tasche greifen: Wegen der Verkehrsvergehen wurde sie vom "Cardiff Magistrates Court" dazu aufgefordert, eine Strafe von 25.646 Pfund (knapp 30.000 Euro) zu zahlen.

Doch damit nicht genug! Cash, die während des Prozesses nicht vor Gericht erschienen war, bekam außerdem 18 Punkte im britischen Punktesystem vermerkt und muss ihren Führerschein nun für 18 Monate abgeben.

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Zuvor hatte die Waliserin nicht auf die Unmengen an Strafzetteln reagiert. Erst als das Gericht sich mit ihr wegen der Verstöße in Verbindung setzte, äußerte sich die Verkehrssünderin und plädierte auf "schuldig".

"Frauen am Steuer, das wird teuer" - Sexistisches Vorurteil oder statistische Realität?

Bestätigt der Fall nun einmal mehr, das sich hartnäckig haltende Vorurteil, dass Frauen schlechter Autofahren als Männer? "Ja - und nein", heißt es in einer Untersuchung der Universität Mannheim.

Denn tatsächlich ist es statistisch belegt, dass Frauen - sowohl absolut, als auch relativ gesehen - zumindest hierzulande weniger Unfälle versuchen als Männer! Das geht unter anderem aus dem Verkehrssicherheitsreport der Dekra hervor. Sie fahren also auf jeden Fall sicherer.

Dennoch bestätigte eine Studie der Uni Mannheim, dass Frauen, alleine durch die Bedrohung dem vorherrschenden Stereotyp zu entsprechen, tatsächlich schlechter Auto fahren.

Und: "Interessant ist zudem, dass, unabhängig von der Art der Instruktion und ihrer tatsächlichen Fahrleistung, alle Frauen die eigene Fahrleistung als schlecht bewerteten."

Vielen Frauen glauben also von sich selbst, dass sie keine guten Fahrer sind. Selbst wenn es dafür eigentlich gar keinen Grund gibt!

Titelfoto: 123RF/vershininphoto

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