35-Jähriger vergeht sich an zwei verheirateten Männern - hatte er noch mehr Opfer?

Oxford - Vor allem verheiratete heterosexuelle Männer waren sein Ziel: Am Freitag wurde ein 35-Jähriger vom "Oxford Crown Court" für schuldig befunden: Er habe zwei Männer unter Drogen gesetzt und sei sexuell übergriffig geworden. Nun fürchtet die Polizei, dass es noch viele weitere Opfer gegeben haben könnte.

Die Polizei befürchtete, es könnte noch weitere Opfer geben. (Symbolfoto)
Die Polizei befürchtete, es könnte noch weitere Opfer geben. (Symbolfoto)  © 123RF/dutourdumonde

In dem Prozess ging es um zwei Fälle, die sich Ende vergangenen Jahres abgespielt hatten. Luiz Da Silva Neto hatte sich im November ein Opfer im Nachtclub "Raffles" in Ost-London rausgesucht, wie die britische Dailymail berichtet.

Der verheiratete Mann war eigentlich mit seinen Kollegen unterwegs gewesen, bevor er von Da Silva Neto unter Drogen gesetzt und missbraucht wurde. Im Dezember wiederholte der Täter das Ganze an selber Stelle mit einem anderen Mann.

Die Polizei geht davon aus, dass vor allem heterosexuelle und verheiratete Männer im Visier des Täters waren, weil dieser augenscheinlich davon ausging, dass es unwahrscheinlicher wäre, dass diese ihn anzeigen würden.

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"Wir untersuchen weiterhin seine Aktivitäten, mehr kann ich dazu nicht sagen", teilte der leitende Ermittlungsbeamte, Inspektor James Holden-White, mit.

Doch er fügte hinzu: "Wenn Sie denken, dass sie ein Opfer von Luiz Da Silva Neto sind, oder wenn sie denken, dass sie ein Opfer einer ähnlichen Tat durch jemand anderen sind, bitte melden Sie sich, wir werden Ihnen zuhören."

Der Fall um Luiz Da Silva Neto weckt schlimme Erinnerungen

Die Polizei geht fest davon aus, dass es noch weitere Opfer gibt. Inspektor Holden-White erklärte, man solle immer mit seinen Freunden zusammen bleiben und die Polizei rufen, falls man Gefahr ahnt.

Zeitgleich sagte er aber auch: "Ich kann nicht genug betonen, wie ungewöhnlich und selten diese Art von Vergehen ist." Er wolle die Bevölkerung definitiv nicht verunsichern.

Der Prozess erinnerte an den Fall von Reynhard Sinaga, der im Januar 2020 im Gefängnis landete, nachdem er schuldig gesprochen worden war, in Manchester mehr als 40 Männer unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben.

Titelfoto: 123RF/dutourdumonde

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