Er war mit 13 schon Neo-Nazi: Jüngster Terrorist Großbritanniens vor Gericht

London (Großbritannien) - Ein rechtsextremer Teenager muss sich zurzeit in England vor Gericht verantworten: Obwohl er erst 16 Jahre alt ist, wird ihm bereits eine lange Liste an terroristischen Verbrechen vorgeworfen.

Vor Gericht muss nun geklärt werden, welche Strafe den 16-jährigen Terroristen erwartet. (Symbolbild)
Vor Gericht muss nun geklärt werden, welche Strafe den 16-jährigen Terroristen erwartet. (Symbolbild)  © meinzahn/123RF

Der Name des jungen Briten ist zwar nicht öffentlich bekannt, aber laut der "BBC" gilt er nun als jüngster Terrorist in der Geschichte des Vereinigten Königreichs.

Der inzwischen 16-jährige Junge aus der Grafschaft Cornwall im Südwesten Englands hat sich sogar schon in einigen Anklagepunkten schuldig bekannt.

So gab er bereits zu, zwei "terroristische Dokumente" verbreitet und diverses "terroristisches Material" besessen zu haben.

Vor dem Zentralen Strafgerichtshof in London, dem sogenannten "Old Bailey", wurde zudem vorgetragen, welche Taten dem Jungen ansonsten noch vorgeworfen werden - und diese Liste an Vergehen hat es in sich.

Schon mit 13 Jahren hatte der Angeklagte eine Anleitung zum Bombenbauen aus dem Internet heruntergeladen. Zwischen 2018 und 2019 sammelte und verbreitete er dann immer mehr rechtsradikale Materialien und Ideen.

Der junge Brite veröffentlichte in Online-Foren antisemitische, homophobe und rassistische Kommentare. Unter anderem wollte er "Juden vergasen" und "Homosexuelle erhängen".

16-Jähriger plante mit der "Feuerkrieg Division" den "Weißen Dschihad"

Außerdem hatte der 16-Jährige Kontakt mit einem Estländer, über den er die inzwischen in England verbotene rechtsextreme Gruppe "Feuerkrieg Division" kennenlernte.

Kurzerhand gründete der Angeklagte dann auch eine britische Abteilung davon, die "FKD GB", und rekrutierte in Großbritannien neue Mitglieder, um sich auf einen "Weißen Dschihad" vorzubereiten.

Bei Durchsuchungen des Hauses seiner Großmutter fand die Polizei in einem Schuppen im Garten Nazi-Flaggen. Zudem entdeckten sie auf seinem Handy und seinem Computer Baupläne für Waffen und genaue Anweisungen, wie man Menschen umbringen kann.

Laut der Verteidigung hätte der Junge "eine schreckliche Kindheit" gehabt und sei nur auf der Suche nach Aufmerksamkeit gewesen.

Ob das stimmt und ob dadurch mildernde Umstände vorliegen, muss nun das Gericht entscheiden. Am 8. Februar geht das Verfahren weiter.

Titelfoto: meinzahn/123RF

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