Frau nimmt Job-Angebot an und wird nach 30 Minuten wieder gekündigt

Swansea (Wales) - Claire Shepherd (32) liebt Tattoos. Mit 18 ließ sie sich ihren ersten Körperschmuck stechen. Seitdem zieren mehrere Kunstmotive ihren Körper. Doch nicht jeder kommt mit den vielen Tätowierungen zurecht - so auch ihr letzter Arbeitgeber.

Claire Shepherd (32) steht zu ihren Tattoos.
Claire Shepherd (32) steht zu ihren Tattoos.  © Screenshot/Facebook/Claire Shepherd

Wie die 32-Jährige behauptet, wurde sie nach nur 30 Minuten Anstellung aufgrund ihrer Tattoos wieder gekündigt.

"Ich war 18, als ich mir während eines Mädelsurlaubs in Magaluf zum ersten Man ein kleines Stern-Tattoo auf den Knöchel stechen ließ. Erst ein paar Jahre später, in meinen Zwanzigern, bekam ich ein paar Sterne auf meinen Hals", erinnert sich die Waliserin. "Jetzt bin ich fast von Kopf bis Fuß bedeckt."

Umgerechnet hat Shepherd ungefähr 3.426 Euro für ihre besondere Körperbemalung ausgegeben und keinen einzigen Cent davon bereut.

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"Für mich ist es eine Form von Kunst und Selbstdarstellung - aber leider sieht das nicht jeder so." Neben fiesen Mobbing-Attacken im privaten Bereich, hat es die 32-Jährige auch im Berufsleben sehr schwer.

2015 bewarb sie sich bei einem Unternehmen auf eine Stelle im Bereich Vermarktung. Das Bewerbungsgespräch lief damals telefonisch ab. Nach 20 Minuten wurde ihr die Stelle zugesichert, alle Vertragsunterlagen unterschrieben.

Dann fiel Shepherd eine Klausel auf, die besagt, dass alle Tätowierungen abgedeckt werden müssen. "Was ich natürlich nicht tun konnte, da einige meiner Tattoos an Händen und Hals waren", erzählt die 32-Jährige.

Also rief sie die Firma an und fragte nach. "Sie zogen das Jobangebot sofort wieder zurück und sagten, dass sie mich wieder kündigen. Ich hatte den Job gerade mal eine halbe Stunde lang!", berichtete sie wütend gegenüber The Sun.

Claire Shepherd: "Warum dürfen Mitarbeiter keine Tattoos haben?"

Eine Frau mit Tätowierungen sieht sich im Spiegel an. Claire Shepherd versteht nicht, warum Mitarbeiter nicht auch Tattoos tragen dürfen. (Symbolbild)
Eine Frau mit Tätowierungen sieht sich im Spiegel an. Claire Shepherd versteht nicht, warum Mitarbeiter nicht auch Tattoos tragen dürfen. (Symbolbild)  © 123RF/Dean Drobot

Shepherd war so außer sich, dass sie mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit ging. Und das zeigte offenbar große Wirkung. Denn nur nach wenigen Tagen erhielt sie von demselben Unternehmen wieder das Angebot für die Stelle. "Aber ich nahm es nicht an", so die Waliserin.

"Damals war ich wütend, weil ich der Meinung war, dass die Richtlinien nicht mehr zeitgemäß waren. Ich hätte es verstanden, wenn es um Piercings oder falsche Nägel gegangen wäre, denn das ist ein Gesundheits- und Sicherheitsproblem", sagt Shepherd.

"Wenn in Geschäften Tausende von Menschen mit Tattoos durch die Türen gehen, warum dürfen die Mitarbeiter dann nicht auch welche haben?"

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Auch von ihrer Familie bekommt die 32-Jährige viel Kritik. "Ich bekomme Fragen wie: 'Was machst du, wenn du 80 bist?' Ich denke nur:' Ich würde das Gleiche tun, wenn ich sie nicht hätte.'", kontert die selbstbewusste Frau.

Shepherd bereut kein einziges ihrer Tattoos. "Es gibt einfach mehr Dinge im Leben, über die man sich Sorgen machen kann."

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Claire Shepherd

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