Wegen irrer Verschwörungs-Theorie: QAnon-Anhänger greift schwangere Freundin mit Hammer an!

Middlesbrough (England) - Sie nahm gerade ein Bad, als er auf sie losging.

QAnon-Anhänger in den USA. In England hat die gefährliche Verschwörungstheorie einen Mann so weit gebracht, dass er versuchte, seine schwangere Partnerin zu ermorden. (Archivbild)
QAnon-Anhänger in den USA. In England hat die gefährliche Verschwörungstheorie einen Mann so weit gebracht, dass er versuchte, seine schwangere Partnerin zu ermorden. (Archivbild)  © Matt Rourke/AP/dpa

Anthony B., ein 33-Jähriger aus Middlesbrough in England, ist am Montag zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er versucht hatte, seine schwangere Partnerin mit einem Hammer zu ermorden.

Wie sowohl die "Vice" als auch die britische Website "The Northern Echo" berichten, soll der Grund für B.s Bluttat in seinem Glauben an die Verschwörungstheorien der QAnon-Bewegung gelegen haben.

Der 33-Jährige habe demnach geglaubt, dass die chinesische Regierung versuchen würde, ihn, seine Partnerin und ihre beiden Kinder zu entführen. Der einzige, der ihn und seine Familie noch retten konnte: Ex-US-Präsident Donald Trump (75).

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Den Berichten zufolge erwartete B., dass Trump am 20. Januar 2021, dem Tag der Amtseinführung Joe Bidens (78), endlich den von QAnon-Anhängern viel beschworenen "Deep State" und den damit verbundenen Pädophilen-Ring entlarven und so einen "Großen Neustart" herbeiführen würde.

Mann schlug viermal mit einem Hammer auf seine Freundin ein, dann versuchte er, sie zu erwürgen

Der Mann glaubte offenbar, dass die chinesische Regierung versuche, seine Familie zu entführen und nur Donald Trump (75) ihn retten könne. Als seine Ängste jedoch zu stark wurden, entschied er sich für die Bluttat.
Der Mann glaubte offenbar, dass die chinesische Regierung versuche, seine Familie zu entführen und nur Donald Trump (75) ihn retten könne. Als seine Ängste jedoch zu stark wurden, entschied er sich für die Bluttat.  © Patrick Semansky/AP/dpa

Anthony B. soll bereits seit Längerem an psychischen Problemen gelitten, jedoch mehr als ein Jahr lang keine Medikamente dagegen erhalten haben. Stattdessen konsumierte er tagtäglich Cannabis und wurde besessen von der QAnon-Theorie, wodurch seine Paranoia schließlich extreme Formen einnahm.

Seine Ängste wurden letztendlich so übermächtig, dass er auf seinen "Tag der Verheißung" nicht länger warten wollte: Am Abend des 18. Januar, als seine schwangere Freundin sich gerade die Haare waschen wollte, ging der 33-Jährige rücklings auf sie los und schlug viermal mit einem Hammer auf ihren Kopf ein!

B. soll sogar versucht haben, seine Partnerin zu erwürgen. Die Frau konnte sich schließlich jedoch befreien, aus dem Haus flüchten und nach Hilfe rufen.

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Als die Polizei kurz darauf eintraf, soll der schwer gestörte Mann gerufen haben: "Der große Neustart kommt! Sie holen unsere Kinder!"

B. selbst plädierte vor Gericht für schuldig, bevor er seine Strafe erhielt. Dass diese nur zehn Jahre beträgt, begründete die vorsitzende Richterin mit den psychischen Problemen, mit denen er zum Zeitpunkt der Tat zu kämpfen hatte.

Titelfoto: Matt Rourke/AP/dpa

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