Hahn in "Polizeigewahrsam"! Er soll Besitzer getötet haben

Lothunur (Indien) - Ein illegaler Hahnenkampf in Indien endete für den Besitzer des Tieres mit dem Tod.

Hahnenkämpfe erfreuen sich in Indien trotz Verbots großer Beliebtheit.
Hahnenkämpfe erfreuen sich in Indien trotz Verbots großer Beliebtheit.  © 123rf/ krasart

Hahnenkämpfe erfreuen sich in Indien großer Beliebtheit - und das, obwohl sie eigentlich bereits 1960 verboten wurden. Die Tiere sind wertvoll und werden von ihren Besitzern umständlich gepflegt und darauf trainiert, andere Artgenossen bestialisch zu töten, während die grölende Menschenmasse Wetten auf den Gewinner setzt.

Für Hahn-Besitzer Thanugulla Satish (45) nahm diese grausame Tradition nun ein tödliches Ende.

Im Dorf Lothunur waren 16 Menschen zusammengekommen, um sich das Spektakel anzuschauen. Doch Satishs Hahn bekam es offenbar kurz vor Kampfbeginn mit der Angst zu tun und wollte abhauen.

Der 45-Jährige konnte sein Tier zwar einfangen, doch der Vogel hatte eine circa sieben Zentimeter rasiermesserscharfe Klinge an seinem Bein befestigt, womit er seine Gegner im Kampf bezwingen sollte.

Laut India Today rammte das Tier diese bei seinem Fluchtversuch Satish in dessen Oberschenkel.

Mann wurde mit starken Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert

Das Tier soll in einem möglichen Prozess als Beweismittel dienen. (Symbolbild)
Das Tier soll in einem möglichen Prozess als Beweismittel dienen. (Symbolbild)  © 123RF/yanukit

Der Mann wurde mit starken Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert, erlag aber seinen Verletzungen.

Nach dem Vorfall seien die Beteiligten geflohen, nach ihnen werde gefahndet.

Einer der Veranstalter wurde mittlerweile ermittelt und festgenommen. Ihm droht nun eine Anklage wegen Totschlags, illegaler Wetten und Veranstaltung eines Hahnenkampfs.

Auch der Hahn wurde von den Beamten auf das örtliche Revier gebracht. Er sei aber nicht verhaftet, betonten diese, das Tier werde von ihnen versorgt.

Es wurde sogar Futter für den Vogel organisiert, denn vorerst muss er auf der Wache bleiben.

In einem möglichen Prozess soll er als Beweismittel dienen. Ein Richter solle über sein weiteres Schicksal entscheiden, hieß es von der örtlichen Polizei. Immer wieder kommt es bei illegalen Kämpfen dieser Art zu schweren Verletzungen oder sogar Todesfällen.

So kam im vergangenen Oktober im philippinischen Manila ein Polizist zu Tode, als er bei seinem Einsatz von einer an den Hahnenkrallen befestigten Klinge getroffen wurde.

Titelfoto: 123RF/yanukit

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