Heftige Überschwemmungen vernichten große Teile der Ernte, Städte rufen Notstand aus

Manaus - Nach heftigen Regenfällen hat der Rio Negro im brasilianischen Amazonasgebiet einen neuen Höchstwert erreicht.

Ein Mann schiebt einen Einkaufswagen durch eine überschwemmte Straße.
Ein Mann schiebt einen Einkaufswagen durch eine überschwemmte Straße.  © Lucas Silva/dpa

Mit einem Pegelstand von 30 Metern in der Metropole Manaus erreichte der Fluss am Samstag den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1902, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete.

Über 24.000 Familien in Manaus waren von den Überschwemmungen betroffen.

Der Rio Negro fließt bei Manaus in den Amazonas. Der Fluss unterliegt in der Regen- und Trockenzeit starken Schwankungen. Sein niedrigster Stand waren 13,63 Meter im Jahr 2010.

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Im ganzen Bundesstaat Amazonas kam es zuletzt zu heftigen Überschwemmungen.

In 48 von 62 Städten wurde der Notstand erklärt. In ländlichen Gemeinden vernichtete das Hochwasser große Teile der Ernte. In anderen Teilen Brasiliens hingegen herrscht derzeit große Trockenheit.

Wegen niedriger Pegelstände in Stauseen könnte es zu Problemen bei der Stromversorgung kommen.

Nachdem der Pegelstand des Rio Negro weiter gestiegen ist, haben die Überschwemmungen das Zentrum der Amazonas-Metropole Manaus erreicht.
Nachdem der Pegelstand des Rio Negro weiter gestiegen ist, haben die Überschwemmungen das Zentrum der Amazonas-Metropole Manaus erreicht.  © Lucas Silva/dpa
Passanten gehen auf provisorisch angelegten Brücken über eine überschwemmte Straße.
Passanten gehen auf provisorisch angelegten Brücken über eine überschwemmte Straße.  © Lucas Silva/dpa

Experten gehen davon aus, dass der Klimawandel die zunehmenden Naturkatastrophen in Brasilien begünstigt. 2019 und 2020 litten Teile des brasilianischen Regenwaldes unter verheerenden Waldbränden.

Titelfoto: Lucas Silva/dpa

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