Hier bekommen Studierende Geld dafür, dass sie aufs Klo gehen

Ulsan - Auf dem Klo sitzen und Geld verdienen? Für Studierende des Ulsan National Institute of Science and Technology in Südkorea ist dies mittlerweile Alltag.

Ein Toilettengang lohnt sich für Studierende der Universität im südkoreanischen Ulsan.
Ein Toilettengang lohnt sich für Studierende der Universität im südkoreanischen Ulsan.  © 123RF/ belchonock

Auf dem Campus der Uni gibt es eine Toilette, die den Studenten nach Verrichtung ihres Geschäfts eine Entlohnung in Form von Krypto-Coins auszahlt.

Laut Cnet.com handelt es sich bei dem WC um ein speziell von Cho Jae-weon, Umweltingenieur-Professor der Universität, entwickelten Toilette namens BeeVi.

Diese verwandelt menschliche Exkremente in Elektrizität, sodass davon sogar ein Teil eines Gebäudes mit Strom versorgt werden kann.

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Mittels einer Vakuum-Pumpe werden die menschlichen Hinterlassenschaften in einen Tank befördert, der in den Boden eingelassen ist.

Dort werden die Ausscheidungen von Mikroorganismen zersetzt, was Methangas produziert.

Dieses wird genutzt, um Öfen und Boiler des Wohnheimes und der Uni zu betreiben - ein "ökologischer Kreislauf" sozusagen.

Studierende bekommen Krypto-Coins für ihre Exkremente

"Wenn wir mal außerhalb der Box denken, dann haben Fäkalien einen enormen Wert, was die Herstellung von Energie oder von Dünger angeht", so Jae-weon.

Laut dem Wissenschaftler produziert eine Person pro Tag durchschnittlich rund 500 Gramm an Exkrementen. Daraus kann daraus genügend Methangas gewonnen werden, um ein elektrisches Auto mit so viel Strom zu versorgen, sodass es rund 1,2 Kilometer weit fahren könnte.

Die Studenten können pro Sitzung zehn "Ggool" verdienen. Die Krypto-Coins können dann auf dem Campus der Universität für einen Kaffee, einen Snack oder Bücher eingetauscht werden.

Dafür müssen sie beim Betreten des WCs einfach einen QR-Code scannen.

Bei einigen Studierenden kommt die besondere Toilette richtig gut an: "Ich habe immer gedacht, dass Fäkalien nur dreckig sind, aber jetzt habe ich realisiert, dass sie ein großer Schatz von hohem Wert sein können."

Titelfoto: 123RF/ belchonock

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