Höher als das Empire State Building: Forscher machen riesige Entdeckung

Sydney - Meeresforscher haben zum ersten Mal seit 120 Jahren ein riesiges, freistehendes Korallenriff in Australiens weltberühmtem Great Barrier Reef entdeckt.

Der Unterwasser-Rover "SuBastian" des Schmidt Ocean Institute, der mit hochauflösenden Kameras ausgerüstet ist, wird auf dem Achterdeck des Forschungsschiff "Falkor" platziert.
Der Unterwasser-Rover "SuBastian" des Schmidt Ocean Institute, der mit hochauflösenden Kameras ausgerüstet ist, wird auf dem Achterdeck des Forschungsschiff "Falkor" platziert.  © Schmidt Ocean Institute/dpa

Das Riff sei mehr als 500 Meter hoch - und damit höher als das Empire State Building in New York oder die Petronas Towers in Kuala Lumpur, teilte die Stiftung Schmidt Ocean Institute am Montag mit. 

Wissenschaftler auf dem Forschungsschiff "Falkor", das sich auf einer zwölfmonatigen Reise zur Erforschung des Ozeans rund um Australien befinde, hätten das Riff vor einer Woche entdeckt und bei einem live ins Internet übertragenen Tauchgang am Sonntag erkundet, hieß es.

Das Korallenriff sei an seiner Basis 1,5 Kilometer breit und liege an seinem obersten Punkt 40 Meter unter der Meeresoberfläche. In der Region seien zuvor seit dem späten 18. Jahrhundert sieben freistehende Korallenriffe entdeckt und vermessen worden, so die Stiftung.

"Diese unerwartete Entdeckung bestätigt, dass wir in unseren Ozeanen weiterhin unbekannte Strukturen und neue Arten finden", sagte Wendy Schmidt, Mitbegründerin des Schmidt Ocean Institute. 

"Unser Wissen darüber, was sich im Ozean befindet, ist seit langem so begrenzt. Dank neuer Technologien, die als unsere Augen, Ohren und Hände in den Tiefen des Meeres wirken, haben wir die Fähigkeit zu erkunden wie nie zuvor."

Forscher teilen Neuigkeit auf Twitter mit

Das Great Barrier Reef ist das größte Riff der Welt und dehnt sich auf einer Fläche von mehr als 344.000 Quadratkilometern aus - damit ist es größer als Italien. Es ist vor allem durch den Klimawandel stark gefährdet: Die Vereinten Nationen haben in der Vergangenheit gewarnt, dass 90 Prozent aller Korallen auf der Welt absterben könnten, wenn die globalen Temperaturen um 1,5 Grad steigen.

Titelfoto: Schmidt Ocean Institute/dpa

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