Hubschrauber und Spezialeinheit: Spielender Junge (13) verursacht Großeinsatz

Linz (Österreich) - Große Aufregung am Dienstagabend im Linzer Schiltenbergwald. Ein Soldat soll bewaffnet unterwegs gewesen sein und unbekannte Ziele verfolgt haben. Am Ende stellte sich jedoch alles ganz anders dar.

Polizisten einer österreichischen Spezialeinheit suchten den Unbekannten. (Symbolbild)
Polizisten einer österreichischen Spezialeinheit suchten den Unbekannten. (Symbolbild)  © dpa/Ronald Zak/AP

Als mehrere besorgte Anwohner gegen 17.30 Uhr die Polizei alarmierten und von dem scheinbaren Soldaten berichteten, gingen die Beamten der Schilderung nach. 

Sie informierten sich, ob der zuständige Jäger im Wald war oder eventuell das österreichische Bundesheer für Übungen der Truppen. Doch beide Stellen waren zu der Zeit nicht in dem Wald im Süden von Linz aktiv, wie die Polizei mitteilte.

Da der Verdacht aufkam, ein Wilderer könnte unterwegs sein, rückten sofort mehrere Streifenwagen, die Spezialeinheit "Cobra" und ein Hubschrauber der Polizei aus.

"14 Polizeistreifen umstellten das Waldstück und der Hubschrauber der Flugpolizei hielt aus der Luft Ausschau", so die Beamten zu dem Großeinsatz.

Doch gefunden werden konnte zu dieser Zeit niemand Verdächtiges.

Hinweise führen zu 13-jährigen Kind

Ein Hubschrauber der Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Ein Hubschrauber der Polizei im Einsatz. (Symbolbild)  © dpa/Matthias Lauber/APA

Zwar entdeckten die alarmierten Einsatzkräfte keinen Täter im Wald. Jedoch konnten sie Zeugen ermitteln, die den bewaffneten "Soldaten" kennen würden.

Die Spur führte so zu einem 13-jährigen Jungen, der ganz in der Nähe wohnen würde. Die Gesetzeshüter machten sich sofort auf den Weg zu ihm.

"In der Wohnung seiner Eltern konnte er angetroffen werden", erklärten die Beamten. Der Teenager schien auch geständig gewesen zu sein: "Er gab an, dass er zuvor mit Kampfweste, Militärrucksack, Sturmhaube und einer Spielzeugwaffe im Wald gespielt habe."

Normalerweise macht er das gemeinsam mit Freunden, doch diese hatten am Dienstagabend keine Zeit. Deshalb ging er allein los, um "Krieg" zu spielen.

Die Beamten, so teilten sie es mit, konnten kein strafbares Verhalten feststellen und rückten deshalb wieder ab.

Titelfoto: dpa/Matthias Lauber/APA, dpa/Ronald Zak/AP

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