Hurrikan 'Hanna' erreicht USA: Sturmflut-Warnung in Texas

Washington (USA) - In den USA wird es stürmisch: Der erste Hurrikan der diesjährigen Saison über dem Atlantik ist im US-Bundesstaats Texas auf Land gestoßen - ein zweiter rast auf Hawaii zu

Bootsbesitzer untersuchen den Schaden, nachdem die Docks des Yachthafens der texanischen Hafenstadt Corpus Christi, zerstört wurden.
Bootsbesitzer untersuchen den Schaden, nachdem die Docks des Yachthafens der texanischen Hafenstadt Corpus Christi, zerstört wurden.  © Eric Gay/AP/dpa

Hurrikan "Hanna" traf am Samstagabend (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde auf die Insel Padre Island vor der Küste, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der US-Klimabehörde NOAA mitteilte. 

Der Tropensturm war am Samstagmorgen zum Hurrikan der niedrigsten Stufe eins hochgestuft worden. Für den Küstenabschnitt von Port Mansfield bis Sargent wurde eine Sturmflut-Warnung erlassen.

Im Pazifik ist Hurrikan "Douglas" mit Windgeschwindigkeiten von rund 160 Stundenkilometern in Richtung Hawaii unterwegs. 

Das Hurrikan-Zentrum erwartete allerdings, dass sich der Hurrikan der Stufe zwei abschwächt. Der Vorhersage zufolge soll er in der Nacht zu Sonntag (Ortszeit) in der Nähe der größten Inseln Hawaiis sein - dann als Sturm knapp unterhalb der Hurrikan-Schwelle.

So sehen die Schäden aus, die ein Wirbelsturm der niedrigsten von fünf Hurrikan-Stufen anrichten.
So sehen die Schäden aus, die ein Wirbelsturm der niedrigsten von fünf Hurrikan-Stufen anrichten.  © Eric Gay/AP/dpa
Eine Satellitenaufnahme von der texanischen Küste zeigt Hurrikan "Hanna", den ersten Wirbelsturm der diesjährigen Saison über dem Atlantik.
Eine Satellitenaufnahme von der texanischen Küste zeigt Hurrikan "Hanna", den ersten Wirbelsturm der diesjährigen Saison über dem Atlantik.  © Uncredited/NOAA/AP/dpa

Wetterexperten rechnen 2020 mit überdurchschnittlich vielen Hurrikans

Über dem Atlantik erwartete NOAA in diesem Jahr nach einer Vorhersage vom Mai eine überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison. Von Juni bis Ende November sei mit bis zu zehn Hurrikans zu rechnen, davon könnten bis zu sechs sehr starke Wirbelstürme werden, hatte die Behörde erklärt. 

Im Durchschnitt gibt es pro Jahr über dem Atlantik sechs Hurrikane, drei davon entwickeln sich zu Stürmen großer Stärke.

Angesichts verfügbarer Klimadaten und der höheren Wassertemperatur im Atlantik und der Karibik liege die Wahrscheinlichkeit einer normalen Saison nur bei 30 Prozent, die einer unterdurchschnittlichen sogar nur bei 10 Prozent, hieß es damals.

Titelfoto: Eric Gay/AP/dpa

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