Internet in Aufruhr: Ärzte berechnen Mädchen 40 Dollar fürs Weinen!

New York (USA) - Der Ruf des US-amerikanischen Gesundheitssystems ist sowieso schon extrem schlecht - doch die Rechnung, die eine junge Frau nun auf Twitter teilte, verärgerte das Internet trotzdem extrem. Ihrer kleinen Schwester wurden demnach von einem Arzt umgerechnet rund 38 Euro berechnet - nur weil sie geweint hat!

Eine Arzt-Rechnung die in Deutschland zum Glück niemals jemand bekommen würde.
Eine Arzt-Rechnung die in Deutschland zum Glück niemals jemand bekommen würde.  © Screenshot/Twitter/OffbeatLook

"Meine kleine Schwester hat in letzter Zeit wirklich mit einem Gesundheitsproblem zu kämpfen und konnte endlich einen Arzt aufsuchen. Dort wurden ihr 40 Dollar fürs Heulen berechnet", schrieb Camille Johnson auf Twitter. Die New Yorkerin, die auf YouTube einen Beauty-Kanal betreibt, belegte ihre Aussage mit dem Bild einer Rechnung.

Darauf ist zu sehen, dass die Ärzte auch einen Sehtest, einen Hämoglobinwert-Test, eine Gesundheitsrisikobewertung sowie eine Blutabnahme vornahmen. Verrückt: All diese Maßnahmen kosteten weniger als der Gefühlsausbruch der jungen Frau!

"Sie hat eine seltene Krankheit, also hat sie wirklich Probleme damit, Hilfe zu finden. Sie wurde emotional, weil sie sich frustriert und hilflos fühlte. Eine Träne - und ihr wurden 40 Dollar berechnet, ohne darauf einzugehen, warum sie weinte, ohne einen Versuch zu helfen, ohne eine Beurteilung vorzunehmen, ohne ein Rezept, nichts", beklagte sich die ältere Schwester der Patientin.

Auf offener Straße: Frau beim Kinderwagen-Schieben erschossen
Aus aller Welt Auf offener Straße: Frau beim Kinderwagen-Schieben erschossen

Auf Twitter löste die Rechnung großes Mitgefühl und noch größere Empörung aus.

Eigentlich macht Camille Johnson Beauty-Videos auf YouTube

Ärzte-Rechnung sorgt für große Aufregung

Johnsons Post erhielt innerhalb weniger Stunden 220.000 Likes! Die Aufregung über die dreiste Rechnung war (zu Recht) riesig.

"Ich habe früher in einer Arztpraxis gearbeitet, und sie haben Gebühren erhoben, nur wenn jemand gefragt hat, welche Medikamente er verschrieben bekommen hat", gestand eine Twitter-Userin. Eine andere fragte sich: "Was zur Hölle ist mit dem Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten los?"

Johnson selbst richtete in den Kommentaren auch eine Nachricht an den demokratischen US-Senatoren Bernie Sanders (80). Der Politiker setzt sich seit Langem vehement für die Verbesserung des Gesundheitssystems ein. "Ich wollte Ihnen schon immer sagen, dass ich Sie liebe. Vielleicht sehen Sie das hier. Danke für Ihre Arbeit."

Titelfoto: Screenshot/Twitter/OffbeatLook

Mehr zum Thema Aus aller Welt: