Junge Mutter kämpft seit Jahren mit Krankheit: "War schon vier Mal klinisch tot"

Southampton - Dass die Gesundheit des Menschen wichtigstes Gut ist, ist oftmals sehr leicht daher gesagt. Die Geschichte der 25-jährigen Jessica Elliot aus dem britischen Southampton zeigt, was es tatsächlich heißt, ein Leben zu führen, in dem die einfachsten Dinge aufgrund einer Krankheit nicht möglich sind. 

2013 wurde bei der gerade einmal 25-Jährigen die Krankheit festgestellt.
2013 wurde bei der gerade einmal 25-Jährigen die Krankheit festgestellt.  © Screenshot/Facebook Jessica Elliot

2013 wurde bei Jessica eine besonders schwere Form von Morbus Crohn festgestellt.

Morbus Crohn ist eine seltene Krankheit, die, vereinfacht gesagt, aufgenommene Nahrung wie eine Art Bumerang direkt wieder abstößt. 

Was Jessica zu sich nimmt, und sei es an ganz schlimmen Tagen nur ein Schluck Wasser, wird dieser Schluck im Nu zurückkatapultiert, und Jessica muss sich übergeben.

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Bis zu 30 Mal am Tag passiert dies der gerade einmal 25-Jährigen.

2016 verschlechterte sich der Zustand der jungen Mutter rapide. Seither jagt ein Krankenhausaufenthalt den nächsten. Manchmal verbringt sie dort sogar Monate am Stück.

Es gibt gute und schlechte Tage, erzählt Jessica gegenüber der Sun. Doch "allein in diesem Jahr war ich neun Mal im Krankenhaus", so Jessica.

"An manchen Tagen kann ich nicht einmal einen Schluck Wasser trinken, ohne heftig krank zu werden. Dabei spielt es keine Rolle, wie wenig oder wie oft es ist. Sobald etwas kommt, wird es zurückgedrängt."

Ihr fünfjähriger Sohn "weiß, dass es Mama schlecht geht"

Ein Foto von der Facebook-Seite Jessicas gemeinsam mit ihrem Sohn Alfred.
Ein Foto von der Facebook-Seite Jessicas gemeinsam mit ihrem Sohn Alfred.  © Screenshot/Facebook Jessica Elliot

Je nachdem, wie schlimm es an bestimmten Tagen ist, arbeiten die Klappen ihrer Speiseröhre nicht synchron mit denen des Magens. 

Aufgrund dessen stößt der Körper jegliche Nahrung und Volumenänderung ab. Eine Tortur für die junge Mutter. "Ich habe es einfach satt, krank zu sein."

Was Jessica besonders berührt: Ihr fünf Jahre alter Sohn Alfred muss das alles mit ansehen, während sie oftmals nicht in er Lage ist, ihn aufwachsen zu sehen und so zu begleiten, wie sie es sich gerne wünscht. 

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"Er weiß, dass es Mama schlecht geht, und ich fühle mich schrecklich", so Jessica.

Eine wichtige Stütze für sie ist ihr Verlobter Josh. Beide wollten eigentlich in diesem Jahr noch heiraten, allerdings machte ihnen die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Das Jawort wollen sie sich geben, sobald es möglich ist, doch Jessica weiß, dass sie dies eventuell gar nicht mehr erleben können wird.

"Josh und ich planen unsere Hochzeit, aber es gab einige Male, bei denen ich dachte, ich weiß nicht, ob ich es so bis dahin schaffe."

Ihr Körper rebelliert immer mehr, ist gezeichnet von den Strapazen.

Klinik in Deutschland letzte Rettung? Spendenseite eingerichtet

Auf der Spendenseite kann man verfolgen, wie weit die Sammel-Aktion für Jessica fortgeschritten ist.
Auf der Spendenseite kann man verfolgen, wie weit die Sammel-Aktion für Jessica fortgeschritten ist.  © Screeenshot/www.justgiving.com

"Mein Herz hat in diesem Jahr innerhalb von acht Monaten gleich dreimal aufgehört zu schlagen. Auch meine Lungen haben versagt, sodass ich viermal klinisch tot war", beschreibt Jessica ihre Leidenszeit allein in diesem Jahr.

Alles, was Jessica noch helfen kann, wäre eine teure Operation in Deutschland. Hierzulande gäbe es eine Möglichkeit - und gleichzeitig die wohl letzte, ihr Leben zu retten. 

Über eine neuartige Technologie soll versucht werden, die Speiseröhre zu erweitern und um den Magen zu binden. Das Erbrechen soll schließlich dadurch unterbunden werden.

Umgerechnet 20.000 Pfund benötigt die junge Frau dazu. Dazu gibt es eine Spendenseite, welche ihr dabei helfen soll, das Geld zu sammeln.

Ob es zum Eingriff kommt und wenn ja, dass dieser im Anschluss auch den gewünschten Erfolg verspricht, wird die Zukunft zeigen.

Titelfoto: Screenshot/Facebook Jessica Elliot

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