Junge schlägt Mutter mit Gardinenstange und springt aus dem Fenster

Poringland (Großbritannien) - Dieser Schock sitzt noch immer tief bei Mama Fiona Fleming (32): Ihr erst zehn Jahre alter Sohn Brody hatte sich aus dem ersten Stock gestürzt.

Brody (10) ist eigentlich ein toller Junge, kann aber sein Verhalten nicht kontrollieren.
Brody (10) ist eigentlich ein toller Junge, kann aber sein Verhalten nicht kontrollieren.  © Screenshot/Facebook/Dignity For All

Ärzte vermuten, dass der kleine Junge an ADHS, Autismus, Schizophrenie und darüber hinaus dem neuropsychiatrischen Syndrom "PANDAS" leiden könnte. Eine konkrete Diagnose gab es noch nicht.

Das alles stellten die Mediziner erst vergangenes Jahr im April fest. Doch bereits mit drei Jahren hatten sich erste Symptome entwickelt, wie Mutter Fiona in einem Gespräch mit dem Mirror verriet.

Ihr kleines Kind sei zunehmend aggressiv geworden, habe ferner versucht, sich und andere zu schlagen und zu verletzen. Im Alter von sieben Jahren "rannte er wie wild durchs Haus und schlief manchmal 32 Stunden am Stück nicht".

Doch im April 2020 gab es einen Tag, den Fleming wohl so schnell nicht vergessen können wird. "Er wachte am nächsten Tag auf und war ein völlig anderes Kind", so die verzweifelte Britin.

"Er hatte mir eine Gardinenstange auf den Kopf geschlagen, und ich verlor kurz mein Augenlicht. So was hatte er vorher noch nie getan."

Zudem sprang der damals Neunjährige aus dem Schlafzimmerfenster des ersten Stocks. "Er verletzte sich, aber war in einem psychotischen Zustand. Er stand auf und fuhr mit seinem Fahrrad auf die Straße einem Polizisten entgegen", so Fiona.

Besorgte Mutter musste Job wegen ihres Kindes aufgeben

Im vorigen Jahr hat sein gestörtes Verhalten zugenommen und beeinflusst das Leben seiner Mutter inzwischen immens. Wegen ihres Sohnes musste die ehemalige Geschäftsführerin ihren Job aufgeben.

"Brody hat schon mal ein anderes Kind am Hals gepackt. Er kann nicht wirklich soziale Kontakte knüpfen. Wegen seines Hin- und Herspringens müssen wir bald wieder umziehen", erzählte die 32-Jährige. Darüber hinaus verstehen viele Menschen Brodys Verhalten nicht und führen seine Anfälle auf fehlende Erziehung zurück.

Fiona sammelt nun Spenden, damit sie sich die teure medizinische Behandlung für ihren Sohnemann leisten kann.

Die Geschichte erinnert an ein wenig an den Film "Systemsprenger", in dem der kleine Brody der fast gleichaltrigen Benni ähnelt. Auch diese zeigt solche Verhaltensweisen und wird von der Gesellschaft "verstoßen". Die 12-jährige "Systemsprengerin" war am Freitag beim "Riverboat" (TAG24 berichtete)!

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Dignity For All

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