Kleine Mille (2) verschluckt Magnet-Kügelchen, für Familie beginnt "größter Alptraum"

Odense - "Was mit einem gemütlichen Nachmittag begann, endete mit dem schlimmsten Albtraum unseres Lebens!" Mit diesen Worten beschreibt Michelle Kortbek Hjortkjaer die Tage voller Bangen und Hoffen mit ihrem Mann Henrik um das Überleben ihrer Tochter Mille (3).

Diese bunten Magnet-Kügelchen (l.) hatte die kleine Mille (damals 2 Jahre alt) verschluckt.
Diese bunten Magnet-Kügelchen (l.) hatte die kleine Mille (damals 2 Jahre alt) verschluckt.  © Facebook/michelle.k.christensen.7

Das kleine Mädchen aus Odense in Dänemark, das am ersten Weihnachtsfeiertag glücklicherweise seinen 3. Geburtstag feiern konnte, hat eine wahre Odyssee hinter sich. Tagelanges Erbrechen, eine fünfstündige Not-OP plus einen weiteren Eingriff, vier Tage ohne Essen und Trinken und zwei Tage auf der Intensivstation hat sie hinter sich.

Doch wie kam es zu dem Unfall? Wie Mama Michelle in ihrem Facebook-Post beschreibt, soll ihr Sohn Kalle am Esstisch mit magnetischen Kugeln verschiedene Figuren zusammengebaut haben. Die beiden Kinder gerieten offenbar in Streit, woraufhin Mille auf ihren Stuhl kletterte und eine der Figuren weggenommen habe.

Sie rannte damit durchs Haus, Mama hinter. Plötzlich sah Michelle, wie die damals Zweijährige die Figur in den Mund steckte und herunterschlucken wollte. Geistesgegenwärtig steckte ihre Mutter ihr die Finger in Mund, um Schlimmeres zu verhindern, holte tatsächlich einige Kugeln heraus.

Was sie nicht wusste: Mille hatte 21 andere bereits verschluckt.

"Unzählige Löcher" in Milles Dünndarm

Der heute Dreijährigen geht es mittlerweile sichtlich besser.
Der heute Dreijährigen geht es mittlerweile sichtlich besser.  © Facebook/michelle.k.christensen.7

Vier Tage später habe das Mädchen nichts mehr essen wollen und sich regelmäßig erbrochen. Ein Arzt ordnete ein Röntgenbild an und die 21 Bällchen erschienen auf dem Bildschirm.

Michelle musste ihre Tochter auf dem OP-Tisch zurücklassen - "ohne zu wissen, ob ich sie wieder in den Arm nehmen werde."

Doch der Eingriff verlief gut, jedoch waren Milles Blut- und Nierenwerte danach schlecht, in ihrem Dünndarm gab es "unzählige Löcher". Dennoch durfte die Kleine später - mit einem Blasenkatheter - nach Hause. Mittlerweile wurde der Katheter entfernt und die Familie ist wiedervereint.

Am Ende ihres Textes bedankte sich Mama Michelle bei den "wunderbaren und professionellen Krankenschwestern" auf der Intensiv- und Kinderstation im Krankenhaus Odense. Und die Pfleger haben der mittlerweile Dreijährigen auch einen neuen Spitznamen verpasst: Magnet-Mille!

Titelfoto: Facebook/michelle.k.christensen.7

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