"Königin des Verbrechens": Gezeichnete Frau zum 337. Mal verurteilt

Grimsby (USA) - Claire Wilson (46) kann auf eine lange Verbrecher-Karriere zurückblicken. Bereits 337 Mal wurde sie verurteilt. Nun wurde sie erneut inhaftiert.

Claire Wilson (46) saß zum 337 Mal auf der Anklagebank.
Claire Wilson (46) saß zum 337 Mal auf der Anklagebank.  © Humberside Police

Vor Gericht bekannte sich Wilson erst kürzlich schuldig, nachdem sie Anfang Februar dieses Jahres eine Brieftasche aus einem Haus gestohlen hatte.

Sie stand unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol und wurde zunehmend aggressiver, als sie aufgefordert wurde zu gehen, berichtet "Metro".

Staatsanwalt Dale Brook erklärte vor Gericht, es sei "klar", dass Wilsons Leben "von Drogen befallen" sei, als er auf ihr Strafregister anspielte.

Dieses umfasst mehr als 200 Verurteilungen wegen Diebstahls oder Betrug, etwa elf wegen Einbruchs sowie einen Raubüberfall aus dem Jahr 2001.

"Sie versucht, ein langjähriges und überwältigendes Drogenproblem anzugehen. Sie hat sich in Haft gut geschlagen, musste aber mit erheblichen Schwierigkeiten zurechtkommen", so Brook.

Die 46-Jährige leidet nicht nur unter ihrer jahrelangen Sucht, sondern hat ebenso mit psychischem Problemen zu kämpfen, die sich noch verschlimmerten, als ihre Mutter 2017 starb.

Claire Wilson droht eine neue Haftstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten

Als Wilson zuletzt 2018 auf der Anklagebank saß, hatte die 46-Jährige einen älteren Herren dazu gebracht, sie in sein Haus zu lassen. Zunächst bot sie ihm ihre sexuellen Dienste an, woraufhin dieser ablehnte. Sie bestand darauf und sagte, sie müsse die Toilette benutzen. Dann entwendete sie die Brieftasche des Mannes und floh.

Außerdem entwendete die "Königin des Verbrechens", wie sie inzwischen genannt wird, bei einem Einbruch rund 50 Euro aus der Handtasche einer Frau und gestand einen weiteren Diebstahl, bei dem sie ebenfalls die Geldbörse einer Frau stahl.

Damals wurde die Langzeit-Verbrecherin zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt. Nun drohen ihr zwei Jahre und sieben Monate hinter Gittern.

"Wenn das so weitergeht, werden Sie die produktivsten und sinnvollsten Jahre Ihres Lebens im Gefängnis verbringen, und das wäre eine tragische Verschwendung von Leben", verkündete Richter Ahmed Nadim am Ende der Verhandlung.

Titelfoto: Humberside Police

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