Krankenschwester überlebt Corona, danach wird sie niedergeschlagen und ausgeraubt

New York - Krankenschwester Martha Toscano (60) steckte sich mit dem Coronavirus an. Sie überlebte. Und wurde wenig später, als sie erneut zu arbeiten begann, niedergeschlagen und ausgeraubt.

Krankenpfleger bereiten in einer Intensivstation Medikamente für einen Covid-19-Patienten vor.
Krankenpfleger bereiten in einer Intensivstation Medikamente für einen Covid-19-Patienten vor.  © Felipe Dana/AP/dpa

Martha Toscano arbeitet im Bellevue Krankenhaus in New York. Wie die Nachrichtenwebseite NewYorkPost berichtete, infizierte sie sich mit dem Coronavirus.

Doch Toscano überlebte und war bereit, wieder zur Arbeit zu gehen. Auf ihrem Weg dahin wurde die Frau ausgeraubt und von einer Gruppe Jugendlicher niedergeschlagen.

Die Tat geschah gegen halb elf Uhr abends am Mittwoch. Toscano stieg eben aus der Station aus, als sie von über 15 Jugendlichen nieder geprügelt wurde. Die Krankenschwester litt unter Todesängsten: "Ich dachte, sie werden mich töten!"

"Sie schlugen mich auf den Kopf, ins Gesicht. Ich rannte davon und fiel hin, sie prügelten weiter auf mich ein." Die Prügelei wurde erst beendet, als drei Männer die Straße entlangfuhren und eingriffen. Toscano zeigte sich sehr erleichtert, denn zu diesem Zeitpunkt war niemand anderes in der Straße zu sehen.

Die Retter halfen der Frau auf und versuchten noch, ihre gestohlene Brieftasche zurückzuerhalten, doch ohne Erfolg.

Bereits einen Tag später wurden drei der Räuber gefasst, darunter zwei Mädchen im Alter von 14 und 15 und ein 19-Jähriger. Alle drei waren Polizeiberichten zufolge Bewohner einer Einrichtung für Kinderbetreuung.

Toscano erlitt Schürfwunden und Prellungen an ihrem gesamten Körper. Doch glücklicherweise kam sie ohne starke Verletzungen davon. Die 60-Jährige erholt sich nun von ihrem Schock. Ihr gesamter Körper, so die Krankenschwester, bereite ihr große Schmerzen. 

Ihre drei erwachsenen Kinder hatten Toscano zuvor darum gebeten, ihren Job endgültig niederzulegen. Sie hatten Angst, dass ihre Mutter an dem Virus stirbt. Nun muss sich die tapfere Krankenschwester erneut zu Hause erholen.

Titelfoto: Felipe Dana/AP/dpa

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