Krasses Gras im Umlauf! Gepanschtes Cannabis sorgt bei Kiffern für Horrortrips

Zürich - Die Schweiz hat offenbar ein Drogenproblem: Dort soll gestrecktes Marihuana vermehrt im Umlauf sein, das bei den Konsumenten zu heftigen gesundheitlichen Beschwerden führen kann.

Ob Gras synthetisch behandelt wurde, lasse sich nur sehr aufwendig nachweisen.
Ob Gras synthetisch behandelt wurde, lasse sich nur sehr aufwendig nachweisen.  © 123rf.com/Peter Ksinan

Wie der Schweizer "Blick" berichtet, mache derzeit in Zürich synthetisch behandeltes Gras die Runde. Die gepantschte Droge würde in dem Fall nicht nur zu Entspannung führen, sondern auch Herzrasen und Atembeschwerden verursachen. 

Manche Gelegenheitskiffer sprachen sogar von regelrechten Horrortrips durch den neuen Stoff.

Gegenüber dem "Tagesanzeiger" berichtete ein Konsument, dass er sehr schnell die ungewöhnliche Wirkung gemerkt habe: "Das Gras fuhr extrem ein, von null auf hundert. Wir konnten nicht aufstehen, waren wie blockiert. Ich dachte, ich kollabiere und werde von den Autos überfahren." 

Zwei Stunden später habe er von dem Zeug noch immer gezittert.

Auch das forensische Institut in Zürich und die Polizei bestätigten inzwischen, dass das manipulierte Gras synthetisches Cannabis enthalte, was zunehmend zum Problem werde.

Erschwerend komme hinzu, dass der im Labor künstlich hergestellte Stoff noch weitgehend unerforscht ist und sich deshalb nicht klar bestimmen lasse, wie eine Schädigung im Organismus konkret aussieht. 

Von echtem Marihuana nicht zu unterscheiden

Klar sei jedoch, dass die synthetische Droge, sogenannte Cannabinoide (dazu gehören beispielsweise auch THC und CBD), wohl zunächst in Pulverform aus China in die Schweiz gelangt.  

Die Cannabinoide werden später direkt auf die Cannabisblüten gesprüht. Allerdings bekommt der Konsument weder optisch noch vom Geruch her von der Bearbeitung etwas mit. Er geht weiterhin davon aus, echtes Marihuana zu bekommen.

Die Hersteller machen damit vor allem eins: Das schnelle Geld! Aufgrund des lukrativen Geschäfts dürften ihnen Risiken und Nebenwirkungen bei den Kunden völlig egal sein. Und der Nachweis, ob Gras synthetisch behandelt wurde oder nicht, sei zudem sehr aufwendig.

Titelfoto: 123rf.com/Jan Faukner/Peter Ksinan (Montage)

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