Kurztrip ins All: Milliardär Richard Branson erfüllt sich Lebenstraum

Spaceport America - Geschafft! Milliardär und Tausendsassa Richard Branson (70) hat am Sonntag seinen Lebenstraum wahr gemacht und ist mit dem eigens entwickelten Raumschiff "VSS Unity" zu einem Kurztrip ins All aufgebrochen. Warum der gelungene Abstecher nur den Anfang des waghalsigen Projektes darstellt und weshalb sich Amazon-Gründer Jeff Bezos (57) ziemlich ärgern wird.

Freudig winkt Richard Branson (70) vor dem Start ins All.
Freudig winkt Richard Branson (70) vor dem Start ins All.  © Andres Leighton/FR171260 AP/dpa

"Ich war schon immer ein Träumer. Meine Mutter hat mir gesagt, gib niemals auf und greif nach den Sternen."

Mit diesen emotionalen Worten gab Richard Branson, Gründer des Virgin-Konzerns, vor wenigen Tagen auf Twitter seinen Flug ins All bekannt.

Es ist der Auftakt eines Projektes, das in den kommenden Jahren jeden Menschen, der will - und genügend Geld hat - in den Weltraum bringen soll. Denn "das All gehört uns allen", so Branson weiter.

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Am Sonntag gehörte es aber erst einmal dem Milliardär und seinen fünf Begleitern. Kurz nach 16.40 Uhr deutscher Zeit hob die Trägermaschine vom Boden ab, nach dem Abkoppeln des Raketenflugzeugs um 17.24 Uhr lief alles am Schnürchen.

Nach rund 60 Minuten war das Erlebnis für einen begeisterten Branson schon wieder vorbei.

Doch wo ein Ende, da auch ein Anfang. Die Nachfrage nach privaten Raumflügen ist groß.

Allein bei Bransons Virgin Galactic haben sich schon 700 Menschen für einen der zur Zeit 200- bis 250 000 Dollar teuren Flüge angemeldet, berichtet NPR.

Noch am Morgen teilte Richard Branson ein Foto mit Elon Musk auf Twitter

Milliardär Branson der Ankündigung von Jeff Bezos neun Tage zuvor

Ein Raketenflugzeug des US-Raumfahrtunternehmens Virgin Galactic mit zwei Astronauten und drei Astronauten an Bord hob ab in Richtung Weltraum.
Ein Raketenflugzeug des US-Raumfahrtunternehmens Virgin Galactic mit zwei Astronauten und drei Astronauten an Bord hob ab in Richtung Weltraum.  © Andres Leighton/FR171260 AP/dpa

Bis zum Jahr 2030 könnte der Weltraumtourismus dann einen 3 Milliarden Dollar schweren Markt ausmachen, so die Schweizer Bank UBS.

Auf dem wird dann wohl auch Jeff Bezos (57) mitspielen. Der besitzt mit Blue Origin ebenfalls ein eigenes Raumfahrtunternehmen und gilt als der Verlierer des heutigen Sonntags.

Seiner Ankündigung, am 20. Juli ins All zu fliegen, kam Branson ganze neun Tage zuvor und stahl dem Amazon-Gründer damit ordentlich die Show.

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Übrigens: Tesla-Boss und SpaceX-Chef Elon Musk (50) schaute sich das Spektakel am Sonntag live vor Ort an.

Auf Twitter teilte Branson noch am Morgen ein Foto von ihm und Musk und schrieb: "Ein großer Tag liegt vor uns. Toll, um den Morgen mit einem Freund zu beginnen. Ich fühle mich gut, aufgeregt, bereit."

Titelfoto: Andres Leighton/FR171260 AP/dpa

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