Rebellen entführen früheren Vizepräsidenten von Paraguay

Bella Vista Norte (Paraguay) - Linke Rebellen haben im Nordosten von Paraguay den ehemaligen Vizepräsidenten des südamerikanischen Landes entführt. Kämpfer der Guerillaorganisation EPP verschleppten Óscar Denis und einen Arbeiter von seinem Landgut nahe der Ortschaft Bella Vista Norte an der Grenze zu Brasilien.

Linke Rebellen sollen im Nordosten von Paraguay Óscar Denis entführt haben. (Archivbild)
Linke Rebellen sollen im Nordosten von Paraguay Óscar Denis entführt haben. (Archivbild)  © Javier Medina Verdolini/Zuma Press/dpa

Zunächst stellten die Entführer keine Forderungen. 

"Wir sind offen für ein Gespräch. Wir sind bereit zuzuhören. Wir wollen, dass sie mit uns Kontakt aufnehmen", sagte seine Tochter Beatriz Denis am Donnerstag im Radiosender ABC.

In der vergangenen Woche hatten Soldaten bei einem Militäreinsatz gegen die Paraguayische Volksarmee (EPP) zwei elfjährige Mädchen aus Argentinien erschossen. Nach Einschätzung der Streitkräfte handelte es sich bei den Opfern um Verwandte der Rebellenführer Liliana und Osvaldo Villalba. Sie seien bewaffnet gewesen und hätten das Feuer auf die Soldaten eröffnet, hieß es.

Die Entführung des Ex-Vizepräsidenten könnte eine Vergeltung für die Operation gewesen sein. 

"Das ist keine Überraschung, wir haben mit einem Gegenschlag gerechnet", sagte der Präsident des Landwirtschaftsverbands (ARP), Pedro Galli, im Gespräch mit der Zeitung ABC Color

"Wir bitten um die Unversehrtheit von Óscar Denis und hoffen, dass diese Bande ein Mindestmaß an Menschlichkeit aufbringt", führte Galli weiter aus.

Titelfoto: Javier Medina Verdolini/Zuma Press/dpa

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