Mädchen (6) wird notoperiert, nachdem sie gefährlichen TikTok-Trend ausprobiert

Lewes (England) - Was für ein Schreck: Ein sechsjähriges Mädchen aus England musste Mitte des Monats notoperiert werden, nachdem sie aufgrund eines TikTok-Trends mehrere Mini-Magnet-Kügelchen verschluckt hatte.

Für das sechsjährige Mädchen ging glücklicherweise alles gut aus! (Symbolbild)
Für das sechsjährige Mädchen ging glücklicherweise alles gut aus! (Symbolbild)  © 123RF/ufabizphoto

Das Kind hatte in der Schule mit den winzigen, runden Magneten gespielt und sie schließlich mit nach Hause genommen, um dort Schmuck für ihre Puppen daraus basteln zu können.

Im Verlaufe der nächsten Tage verschluckte sie jedoch insgesamt 23 der Kugeln – und das sollte schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Wie ihre Mutter, Tanith, gegenüber BBC angab, hatte das Mädchen in TikTok-Videos gesehen, dass man diese Magnete zur Imitation von Zungenpiercings verwenden kann.

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Das habe die Kleine vermehrt ausprobiert und sie dabei immer wieder verschluckt.

Am 12. September klagte sie schließlich zum ersten Mal über schlimme Bauchschmerzen. Als sie sich die nächsten zwei Tage immer wieder übergeben musste, entschloss sich Tanith dazu, mit ihrer Tochter zum Arzt zu fahren.

Doch als auch dieser nicht helfen konnte, ging es schließlich ins Kinderkrankenhaus, wo der 6-Jährigen eine Blinddarmentzündung diagnostiziert wurde.

Als die Chirurgen kurz darauf also mit der Operation begannen, um das Organ zu entfernen, fanden sie eine Kette von kleinen, zusammenhängenden Magneten im Darm des Kindes vor.

Derartige Kügelchen soll das Mädchen verschluckt haben

Das Mädchen kuriert sich derzeit zu Hause aus

Ein erschreckender Anblick für die Ärzte. Schließlich kann dieses Spielzeug im Körper eines Menschen schwerwiegende Verletzungen verursachen und "potentiell tödlich" wirken, so Facharzt Costa Healy gegenüber dem Nachrichtenportal.

Im Fall der kleinen 6-Jährigen ging glücklicherweise alles noch einmal gut aus. Die Kügelchen konnten entfernt werden und haben keine bleibenden Schäden hinterlassen. Letzten Montag konnte sie entlassen werden und erholt sich seither zu Hause.

Trotzdem möchte Tanith andere zur Vorsicht aufrufen: "Ich möchte Eltern vor den Gefahren warnen, wenn ihre Kinder mit Magneten spielen. Ich möchte unterstreichen, wie gefährlich diese Magnete wirklich sind."

Erst Ende Mai kam es zu einem ähnlichen Vorfall im englischen Worcester, als der 11-jährige Ellis Tripp aus dem gleichen Grund fünf Magneten verschluckt hatte und anschließend um sein Leben kämpfte.

Titelfoto: 123RF/ufabizphoto

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