Mafia im Gesundheitswesen: Polizei nimmt 17 Verdächtige fest

Reggio Calabria - Italienische Ermittler haben landesweit mehrere Haftbefehle gegen die kalabrische Mafia 'Ndrangheta vollstreckt.

Die Polizei ging in Italien gegen Mafiosi im Gesundheitswesen vor. (Symbolbild)
Die Polizei ging in Italien gegen Mafiosi im Gesundheitswesen vor. (Symbolbild)  © dpa/AP/Domenico Stinellis

Grund für den Einsatz in den frühen Morgenstunden sei die Infiltrierung des Gesundheitsbereichs gewesen, wie aus der Mitteilung der Finanzpolizei am Montag in Reggio Calabria an der italienischen Stiefelspitze hervorging.

Insgesamt habe sie 17 Verdächtige festgenommen, von denen neun im Gefängnis landeten. Zudem seien Firmen mit einem Gesamtwert von etwa zwölf Millionen Euro konfisziert worden.

Den Verdächtigen werden unter anderem Mafia-Vereinigung, Korruption und Erpressung vorgeworfen.

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Die Einsätze liefen den Angaben zufolge unter anderem in den Provinzen Reggio Calabria, Rom und Mailand.

Die Mafia soll die Vergabeverfahren der Gesundheitsbehörde in Reggio Calabria beeinflusst haben und so an den Auftrag für die Reinigungsdienste in Krankenhäusern und Verwaltungseinrichtungen gekommen sein. Die Verdächtigen sollen sich in der Corona-Pandemie außerdem früher als für sie vorgesehen gegen Covid-19 haben impfen lassen.

Die Ermittler stellten unter anderem einen Regionalrat wegen Korruption unter Hausarrest. Der Politiker wurde der Nachrichtenagentur Ansa zufolge im vergangenen Jahr erst gewählt.

Titelfoto: dpa/AP/Domenico Stinellis

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