Supermarkt-Attacke: Mann greift Menschen mit Beil und Messer an - Zwei Schwerverletzte!

Jeumont - Am gestrigen Montagabend ist ein Mann (40) in einem französischen Supermarkt mit einem Beil und einem Messer auf Passanten losgegangen. Im Anschluss habe er versucht, sich selbst das Leben zu nehmen.

Die Tat ereignete sich in einem Lidl-Markt in Jeumont an der belgischen Grenze. (Symbolbild)
Die Tat ereignete sich in einem Lidl-Markt in Jeumont an der belgischen Grenze. (Symbolbild)  © LOIC VENANCE/AFP

Nach Informationen der Tageszeitung "ouest france" und der Nachrichtenagentur AFP betrat der 40-Jährige die Lidl-Filiale im Norden Frankreichs - ausgestattet mit einem Hackebeil und einer Stichwaffe - am frühen Montagabend.

Zu dem Zeitpunkt des Angriffs befanden sich etwa zehn Personen in dem Supermarkt. Der Angreifer attackierte drei Menschen und verletzte zwei davon schwer.

Glücklicherweise schwebte keiner der Verletzten in Lebensgefahr, im Gegensatz zu dem 40-Jährigen, der nach der Tat versucht hatte, sich das Leben zu nehmen.

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Die Feuerwehr und der Rettungsdienst, die gegen 19 Uhr am Tatort eintrafen, brachten die beiden schwer verletzten Opfer in ein Krankenhaus in Valenciennes. Der unbekannte Angreifer wurde per Hubschrauber in das Universitätsklinikum Lille geflogen.

"Als die Polizisten ankamen, war überall Blut", eerklärte Arnaud Beauquel, der erste stellvertretende Bürgermeister von Jeumont gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Was passiert ist, ist sehr ernst, es herrscht Entsetzen."

Polizeiangaben zufolge, habe sich der Täter bislang weder zur Tat geäußert, noch konnte man den Mann eindeutig identifizieren. Eine Quelle verriet der französischen Tageszeitung allerdings, dass sich die Tat "nicht wie ein Terrorakt" angefühlt habe.

Gemeine bietet Betroffenen psychologische Hilfe - auch Kinder wurden zu Zeugen

Für die beteiligten Personen, Kunden und Angestellte, sei in einem Raum der Gemeinde eine psychologische Beratungsstelle eingerichtet worden, erklärte Beauquel. Die Lidl-Filiale sei zudem vorübergehend geschlossen.

Unter den betreuten Personen befanden sich "Familien mit Kindern, die Zeugen der Gewalttaten waren", fuhr der Bürgermeister fort. "Auch wenn diese Personen nicht körperlich verletzt wurden, bleibt es traumatisierend", sagte er.

"Das Team ist sehr schockiert und wird im Rahmen dieser Beratungsstelle betreut", erklärte die Kommunikation der Lidl-Gruppe gegenüber AFP. Die Lidl-Filiale sei zudem vorübergehend geschlossen.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über versuchte Suizide oder Selbstverletzungen. Da sich der Vorfall aber im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: LOIC VENANCE/AFP

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