Mann brutal verbrannt: Gericht verurteilt 49 Menschen zum Tode!

Algier - Sie sollen den 38-jährigen Djamel Ben Ismail angezündet und bei lebendigem Leib verbrennen lassen haben: Ein Gericht in Algerien hat deshalb 49 Menschen zum Tode verurteilt.

Die Gruppe hatte im August letzten Jahres einen Mann brutal getötet. (Symbolbild)
Die Gruppe hatte im August letzten Jahres einen Mann brutal getötet. (Symbolbild)  © 123rf/neydt

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sie den Mann vor mehr als einem Jahr getötet und seine Leiche geschändet haben, wie Algeriens staatliche Nachrichtenagentur APS am Donnerstag meldete.

28 weitere Angeklagte seien zu Gefängnisstrafen zwischen zwei und zehn Jahren verurteilt, 17 Personen freigesprochen worden.

Der brutale Mordfall hatte in Algerien für großes Entsetzen gesorgt. Eine Menge tötete den Mann im August vergangenen Jahres, weil sie ihn - wohl fälschlicherweise - für einen Brandstifter hielt.

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In Algerien wüteten damals heftige Waldbrände, in deren Folge Dutzende Menschen starben.

Die Polizei hatte den Mann und weitere Verdächtige zunächst auf ein Präsidium gebracht. Videos, die damals ins Internet gestellt wurden, zeigten, wie eine Menschenmenge einen Polizeiwagen umzingelte und einen Mann darin verprügelte, ihn dann herauszerrte und in Brand steckte, während einige von ihnen Selfies machten.

Medienberichten zufolge erwiesen sich die Anschuldigungen der Menge indes als falsch: Statt Feuer zu legen, soll der Getötete geholfen haben, Waldbrände zu löschen.

Vollstreckung der Todesstrafen kann vielleicht noch verhindert werden

Die Urteile können noch angefochten werden. In Algerien wurden zuletzt vor rund 30 Jahren Menschen tatsächlich hingerichtet. Seitdem gilt ein Moratorium: Todesstrafen werden zwar noch verhängt, aber nicht mehr vollstreckt.

2020 wurde Amnesty International zufolge eine Todesstrafe verhängt, im vergangenen Jahr neun.

Titelfoto: 123rf/neydt

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