Mann heiratet Frau, weil er ihre minderjährige Tochter liebt: Dann eskaliert die Situation

Schwyz (Schweiz) - Diese außergewöhnliche Dreiecksgeschichte landete nun vor Gericht!

Um in der Schweiz legal leben zu können, ging der Mann eine Scheinehe ein. (Symbolbild)
Um in der Schweiz legal leben zu können, ging der Mann eine Scheinehe ein. (Symbolbild)  © 123rf/Viktoriya Malova

Vor gut 17 Jahren hielt sich der damals 20-jährige Mazedonier noch illegal in der Schweiz auf.

Durch Zufall lernte er zwei Frauen kennen: eine 15-Jährige und ihre Mutter. In Erstere verliebte er sich daraufhin.

Wie die Regionalzeitung Bote der Urschweiz berichtet, machte ihre Mutter dem Mann daraufhin ein Angebot, das für ihn so verlockend klang, dass er es nicht abschlagen konnte.

Er sollte sie heiraten, um endlich legal in der Schweiz leben zu können. Gleichzeitig versprach die Frau dem 20-Jährigen, er könne mit ihrer Tochter zusammen sein - und das mit dem Einverständnis aller Beteiligten.

Sobald die Jugendliche volljährig wäre, würden sie die Ehe scheiden lassen.

So führte der Mann in den Jahren 2005 und 2006 mit Mutter und Tochter eine Dreiecksbeziehung, in der es sechs bis sieben Mal zum einvernehmlichen Sex mit der Minderjährigen kam.

Mutter verliebte sich ebenfalls in ihren Ehemann

Mit der Zeit entwickelte die Mutter ebenfalls Gefühle für ihren Angetrauten und es kam, wie es kommen musste: Beide stritten sich um den Mann.

Und schließlich zu einer Strafanzeige. Der Ehemann wurde per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 30 Franken (ca. 28 Euro) und einer Buße von 300 Franken (rund 278 Euro) verurteilt.

Das wollte der heute 37-Jährige aber nicht auf sich sitzen lassen und zog selbst vor Gericht. Den Sex mit der damals Minderjährigen bestritt er nicht, er sei aber davon ausgegangen, dass das Schutzalter – wie in seinem Herkunftsland – nur bis 14 Jahre gehe. Seine Mutter habe schon mit 15 geheiratet.

Zu einer Verurteilung kam es trotzdem. 500 Franken (etwa 463 Euro) waren fällig, wurden aber bereits durch die ausgestandene Untersuchungshaft von fünf Tagen abgegolten.

Wegen der langen Verfahrensdauer von 15 Jahren und wegen guter Führung seit den Vorfällen musste der Beschuldigte auch nicht mehr die Verfahrenskosten tragen.

Titelfoto: 123rf/Viktoriya Malova

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