Mann treibt mit Ballon 300 Kilometer ab und überlebt wie durch ein Wunder

Heilongjiang (China) - Ein Nusspflücker aus China erlebte wohl den Schock seines Lebens: Als der Mann aus einem Gasballon heraus Pinienkerne pflückte, löste sich der Ballon und trieb ab. Zwei Tage war der Mann verschollen. Jetzt gab es ein Happy End.

Als sich die Vertäuung seines Gasballons löste, trieb ein Nusspflücker mehr als 300 Kilometer ab. (Symbolbild)
Als sich die Vertäuung seines Gasballons löste, trieb ein Nusspflücker mehr als 300 Kilometer ab. (Symbolbild)  © Johannes Eisele dpa/lbn

Wie CNN unter Berufung auf chinesische Medien berichtet, ereignete sich der Zwischenfall bereits letzte Woche in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang.

Der Nusspflücker, der nur mit seinen Nachnamen Hu genannt wurde, wollte demnach mit einem Kollegen die kostbaren Kerne pflücken. Um überhaupt an die Pinienzapfen zu gelangen, welche in großer Höhe wachsen, setzten die Männer auf einen Gasballon.

Dann der Schock: Die Vertäuung des Fluggerätes löste sich. Während sich sein Kollege mit einem gewagten Sprung in Sicherheit brachte, gelang dies Hu nicht. Der Ballon trieb ab.

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Sofort begannen die alarmierten Einsatzkräfte nach dem Verschollenen zu suchen.

Ein Video des dramatischen Zwischenfalls zirkuliert auf Twitter

Pininenpflücker Hu überlebte wie durch ein Wunder

Pinienzapfen wachsen in sehr großer Höhe. Das macht die Ernte so gefährlich.
Pinienzapfen wachsen in sehr großer Höhe. Das macht die Ernte so gefährlich.  © JOSEPH EID / AFP

Am Dienstag dann das Happy End: Das Handy des Mannes konnte in einem abgelegenen Wald an der Grenze zu Russland geortet werden - mehr als 300 Kilometer entfernt.

500 Polizisten und Feuerwehrleute durchkämmten daraufhin das Gebiet. Schließlich fanden die Suchmannschaften den Ballon des Verschollenen in einer Baumkrone. Pinienpflücker Hu gehe es dem Umständen entsprechend gut, teilten staatliche Medien später mit.

"Ich hätte fast aufgegeben", sagte Hu nach seiner Rettung. "Ich danke den Rettern, sonst wäre ich nicht mehr am Leben." Laut Regierungsangaben habe der Mann aber sehr unter Kälte und Durst gelitten. Allerdings klagte Hu über starke Rückenschmerzen, er habe zwei Tage stehen müssen, es war schlicht kein Platz im Ballon, erklärte der Gerettete später.

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Der Einsatz von Ballons bei der Ernte von Pinienkernen ist in China in den letzten Jahren häufiger geworden. Doch die Arbeit gilt als sehr gefährlich - Stürze aus großer Höhe und Zwischenfälle mit Ballons sollen immer wieder vorkommen.

2017 wurde ein Pflücker gar an der Grenze zu Nord-Korea vermisst, nachdem sich sein Ballon losgerissen hatte.

Titelfoto: Johannes Eisele dpa/lbn

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