Mann will "noch intimeren" Sex, nun muss er wegen Vergewaltigung ins Gefängnis

Worcester - Sein Opfer beschrieb die Tat als "das pure Böse": Ein 47 Jahre alter Mann hat Löcher in seine Kondome gestochen, damit diese beim Sex reißen.

Weil ein Mann Löcher in seine Kondome gestochen und seiner Partnerin nichts davon gesagt hat, gilt er nun als Vergewaltiger. (Symbolbild)
Weil ein Mann Löcher in seine Kondome gestochen und seiner Partnerin nichts davon gesagt hat, gilt er nun als Vergewaltiger. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn

Der Zugfahrer Andrew Lewis wurde in der britischen Stadt Worcester wegen Vergewaltigung zu vier Jahren Haft verurteilt. Wie die Worcester News berichten, ging es um einen Sexualakt, der bereits im März 2018 stattgefunden hatte. 

Damals dachte die nicht namentlich genannte Frau zunächst, dass sie ganz gewöhnlichen und sicheren Sex mit dem damals 45-Jährigen haben würde.

Im Nachhinein stellte sie aber fest, dass sie Opfer einer Straftat wurde. Denn sie entdeckte in einem Nachtkästchen eine Stecknadel und mehrere durchbohrte Kondome. Die Frau untersuchte daraufhin das von dem Mann benutzte Kondom und fand auch darin ein Loch. 

Im Nachhinein beschrieb sie den Geschlechtsverkehr als "das pure Böse", weil sie unwissentlich zu ungeschütztem Sex gezwungen wurde. Lewis gab sowohl der Frau als auch der Polizei gegenüber zu, dass er absichtlich Löcher in seine Verhütungsmittel gestochen hatte. 

Laut Staatsanwalt Glyn Samuel hätte der Zugfahrer inzwischen eingesehen, dass es "das Dümmste war, was er jemals gemacht hat".

"Vertrauensbruch": Opfer hatte nur sicherem Sex zugestimmt

Der inzwischen 47-Jährige erklärte gegenüber der Polizei, dass er damals gehofft hatte, dass sein Kondom reißen und dadurch der Sex noch intimer würde. Seine Verteidigerin behauptete, dass er trotzdem nicht vorgehabt hatte, die Frau zu schwängern. Er hätte sie mit einem gerissenen Kondom überzeugen wollen, andere Verhütungsmitteln zu nutzen.

Der Richter nannte die Tat einen "Vertrauensbruch". Denn das Opfer hätte ausdrücklich keinen Geschlechtsverkehr gewollt, der zu einer Schwangerschaft führen könnte und nur Sex mit einem Kondom zugestimmt. Wegen der Manipulation an dem Gummi bewertete der Richter den Vorfall letztlich als Vergewaltigung und verurteilte Lewis am vergangenen Freitag zu vier Jahren Haft. 

Dabei hätte der Verurteilte noch Glück gehabt, dass er die Frau nicht schwanger wurde, sonst hätte ihm wohl eine noch schlimmere Strafe gedroht.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn

Mehr zum Thema Nachrichten aus aller Welt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0