Mann zerstückelt und verspeist eigene Mutter: Nun muss er Schmerzensgeld zahlen

Madrid - Er hatte seine Mutter getötet, sie zerstückelt und Teile der Leiche gegessen: Nun musste sich Alberto Sanchez Gomez (28) vor Gericht für die abscheuliche Tat verantworten.

Mit einer Säge und zwei Küchenmessern zerstückelte er die Leiche. (Symbolbild)
Mit einer Säge und zwei Küchenmessern zerstückelte er die Leiche. (Symbolbild)  © 123rf/bortn66

Im Januar 2019 kam es in der gemeinsamen Wohnung im Madrider Viertel Las Ventas zum Streit zwischen Gomez und seiner Mutter.

Nach Erkenntnissen der ermittelnden Beamten erwürgte er die 69-Jährige und zerstückelte ihren toten Körper anschließend mit einer Säge und zwei Küchenmessern in 1000 Stücke.

In den folgenden Wochen aß er mehrere Leichenteile – manche roh, andere gekocht.

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Den Rest verstaute er in Tupperware-Gefäßen, die er in der Wohnung und im Kühlschrank aufbewahrte.

Auch seinen Hund soll er mit den Überresten seiner toten Mutter gefüttert haben. Einen Teil ließ er zudem im Müll verschwinden.

Eine Freundin der Spanierin meldete sie nach Wochen schließlich bei der Polizei als vermisst.

Als die Beamten Gomez' Wohnung durchsuchten, entdeckten sie die Überbleibsel der grausamen Tat.

"Kannibale von Ventas" muss 15,5 Jahre hinter Gittern und 60.000 Euro Schmerzensgeld zahlen

Vor Gericht argumentierte sein Anwalt laut Daily Mail, dass sein Mandant Drogenprobleme hatte und schuldunfähig sei. Der 28-Jährige, der zuvor als Kellner arbeitete, erklärte, er habe am Fernseher "versteckte Botschaften" gesehen und Stimmen gehört, die ihm die Tat befohlen hätten. Er bereue sein Handeln zutiefst.

Zuvor war er bereits zwölfmal wegen Gewalt gegen seine Mutter festgenommen worden.

Der Richter wies den Antrag der Verteidigung zurück und befand, der Angeklagte sei zur Tatzeit im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte gewesen und verurteilte ihn wegen Totschlags und Leichenschändung zu 15 Jahren und sechs Monaten Haft.

Neben der Haftstrafe wurde Gomez, der auch als "Kannibale von Ventas" bezeichnet wird, außerdem zur Zahlung von Schmerzensgeld in Höhe von 60.000 Euro an seinen Bruder verurteilt.

Titelfoto: 123rf/bortn66

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