Massensterben von Elefanten: Ist die Krankheit auch für Menschen gefährlich?

Botswana - Seit Mai sind in dem südafrikanischen Binnenstaat Botswana (Republik Botsuana) mindestens 400 Elefanten unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Wissenschaftler warnen davor, dass die Krankheit auch für Menschen gefährlich sein könnte.

Die Ursache für das Massensterben ist noch nicht geklärt.
Die Ursache für das Massensterben ist noch nicht geklärt.  © 123rf/ traveland

Eine Reihe schockierender Bilder zeigte sowohl tote als auch abgemagerte und krank aussehende Tiere.

Hunderte von Elefanten wurden verwirrt gesichtet, wanderten im Kreis herum und fielen dann auf ihre Gesichter, bevor sie starben, berichtet die Sun.

Dabei trat der Tod unabhängig von Geschlecht und Alter der Dickhäuter auf.

Laut lokalen Quellen ereigneten sich 70 Prozent der Todesfälle an Wasserlöchern.

Dr. Niall McCann, der Direktor von National Park Rescue, sagte: "Dies ist ein Massensterben auf einem Niveau, das seit sehr langer Zeit nicht mehr gesehen wurde."

Inzwischen gehen Wildtierexperten davon aus, dass ein unbekannter Erreger - ein neuartiges Elefantenvirus - hinter den Massentoten stecken könnte.

Daher ist es besonders wichtig, zu verhindern, dass der Erreger auf den Menschen überspringt. 

Endgültige Testergebnis für Todesursache der Elefanten liegt kommende Woche vor

Wilderei und Milzbrand wurden als mögliche Ursachen ausgeschlossen, und es gab auch keine Dürre, die in der Vergangenheit ebenfalls regelmäßig für viele Todesopfer unter den Tieren sorgte.

"Ja, es ist eine Naturschutzkatastrophe - aber es kann auch zu einer Gesundheitskrise kommen", so McCann.

Proben aus den Elefantenkadavern wurden nun nach Simbabwe geschickt, um die genaue Todesursache zu bestimmen.

Zuvor Wissenschaftler hatten die Regierung aufgefordert, die Tiere zu testen, um sicherzustellen, dass sie kein Risiko für das Leben von Menschen darstellen.

"Wir hoffen, dass die zweiten Ergebnisse nächste Woche vorliegen, und dann sollten wir in der Lage sein, der Öffentlichkeit die Todesursache mitzuteilen", erklärte Oduetse Kaboto, ein Beamter des Ministeriums für Umwelt und Tourismus.

Titelfoto: 123rf/ traveland

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