Meistgesuchter Verbrecher Südamerikas von Polizei erschossen

Águas Lindas de Goiás (Brasilien) - Südamerika kann endlich wieder aufatmen! Nach drei Wochen voller Angst und Schrecken wurde der 32-jährige Schwerverbrecher Lázaro Barbosa am Montag endlich gefasst.

Anwohner klatschen, als die Polizei nach einem Großeinsatz gegen den Schwerverbrecher Lázaro Barbosa (†32) durch die Stadt fährt.
Anwohner klatschen, als die Polizei nach einem Großeinsatz gegen den Schwerverbrecher Lázaro Barbosa (†32) durch die Stadt fährt.  © O Globo/GDA via ZUMA Wire GDA via ZUMA Wire/dpa

Wie der Direktor des Geheimdienstes Abin auf Twitter bekannt gab, entfachte während der Festnahme in Águas Lindas de Goiás nahe der Hauptstadt Brasília eine Schießerei, nachdem der Schwerverbrecher begonnen hatte, Widerstand zu leisten.

Dabei wurde Barbosa von mindestens einer Kugel getroffen und verstarb kurz darauf in einem Krankenhaus, so das brasilianische Portal G1.

Doch was war eigentlich passiert und weshalb hatte das gesamte Land eine derartige Panik vor dem 32-Jährigen?

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Am 9. Juni leitete die Polizei eine Großfahndung mit rund 270 Beamten, Drohnen, Hubschraubern und Spürhunden nach Barbosa ein. Zuvor soll er im benachbarten Ceilândia vier Familienmitglieder – ein Elternpaar und deren zwei Kinder (15 und 21) – mit einem Messer und eine Schusswaffe getötet haben.

Auf seiner Flucht vor den Konsequenzen schaffte es der Killer, mehrere Anwohner und Polizisten anzuschießen, elf Fincas zu überfallen und eine weitere Familie zu entführen.

Am Montag konnte der Mann dann endlich im Haus seiner Ex-Freundin ausfindig gemacht werden.

Schwerverbrecher richtete die letzten 14 Jahre unglaublich viel Schaden an

Polizisten und Sicherheitskräfte fahren durch Aguas Lindas nach dem Großeinsatz.
Polizisten und Sicherheitskräfte fahren durch Aguas Lindas nach dem Großeinsatz.  © O Globo/GDA via ZUMA Wire GDA via ZUMA Wire/dpa

Leider war der Name Lázaro Barbosa den meisten Menschen bereits vor dem 9. Juni ein Begriff.

In den vergangenen 14 Jahren sorgte der Kriminelle mit seinen grauenhaften Taten nämlich immer wieder für Schlagzeilen.

So saß er bereits mehrfach wegen Mordes, Vergewaltigung und Diebstahl hinter Gittern – schaffte es jedoch immer wieder aus dem Gefängnis zu fliehen.

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Kein Wunder also, dass die Bewohner des brasilianischen Bundesstaates Goiás die letzten drei Wochen in Angst lebten und Barbosas Tod nun ausgiebig feiern.

So auch der Gouverneur des Bundesstaates, Ronaldo Caiado (71), der den Einsatz aller ausgiebig auf Twitter lobte: "Herzlichen Glückwunsch an unsere Sicherheitskräfte. Wir können stolz sein! Goiás ist kein Disneyland für Banditen."

Titelfoto: O Globo/GDA via ZUMA Wire GDA via ZUMA Wire/dpa

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